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Autobahn GmbH erhält neue BIM-Datenbank

Die Autobahn GmbH erhält die BIM-Datenbank "cockpit.infrastructure", um Bauinformationen besser zu verwalten und die Kommunikation zwischen Beteiligten zu verbessern. Der Start ist für 2025 geplant.

Von ABZ

Berlin (ABZ). – Die Werkbank IT GmbH wird nach eigenen Angaben für die Autobahn GmbH des Bundes eine zentrale BIM-Objektdatenbank entwickeln. Das System "cockpit.infrastructure" soll künftig etwa 500 Mitarbeitern helfen, digitale Bauinformationen besser zu verwalten.

Der Auftrag, der im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung vergeben wurde, hat eine Laufzeit von vier Jahren, so Werkbank IT. Im Mittelpunkt steht die Verwaltung von Projektanforderungen für das digitale Bauen.

Die neue Plattform soll vor allem die Kommunikation zwischen Auftraggebern und Baufirmen verbessern. "Oft werden zwar Anforderungen zu CAD-Formaten oder digitalen Zwillingen formuliert.

Die eigentliche Herausforderung liegt aber in der Prüfung und Sicherstellung, dass die gelieferten Daten tatsächlich den Anforderungen entsprechen", erklärte Matthias Uhl, Geschäftsführer von Werkbank IT.

Die Datenbank erfasst und verwaltet, welche Informationen zu Bauteilen an die Autobahn GmbH geliefert werden müssen – etwa das Material eines Brückenteils oder der Ausführungsstand einer Fahrbahn. Das System basiert auf einem Vier-Schritte-Ansatz, der auf dem Level of Information Need (LOIN)-Konzept aufbaut: Merkmalmanagement, LOIN-Objektmanagement, LOIN-Objektgruppenmanagement und Projektzuordnung.

Dadurch soll sichergestellt werden, dass in jeder Projektphase die benötigten Informationen in der richtigen Detailtiefe zur Verfügung stehen.

Die Software überzeugte nach eigenen Angaben durch eine benutzerfreundliche Oberfläche und gute Anbindungsmöglichkeiten an andere Systeme. "Wir bieten eine offene, flexible Architektur mit standardisierten Programmierschnittstellen, die sich nahtlos in das digitale Ökosystem der Autobahn GmbH des Bundes integrieren lässt", sagte Uhl.

Statt auf einen einheitlichen Datenstandard zu warten, nutzt die Lösung intelligente Verknüpfungen zwischen verschiedenen Datenformaten. "Wir müssen akzeptieren, dass es nicht einem einzelnen Software- oder BIM-Akteur gelingen wird, das universelle Tool für alle Bauschaffenden zu entwickeln", betont Uhl. "Daher setzen wir auf smarte Mapping-Features, die verschiedene Merkmale, Einheiten und Strukturen dynamisch aufeinander abbilden können."

Die Autobahn GmbH plant, die in der Datenbank verwalteten BIM-Objekte öffentlich zugänglich zu machen, damit sie von möglichst vielen Nutzern für die Schaffung von AIA-Anlagen verwendet werden können. AIA (Auftraggeber-Informationsanforderungen) ist der Ausdruck für das Dokument, das die detaillierten Vorgaben des Auftraggebers für die Informationslieferung enthält.

Der Start des Systems ist für Spätsommer beziehungsweise Herbst 2025 geplant. Anschließend sollen die ersten Projekte mit dem neuen System umgesetzt werden, bevor es in den regulären Betrieb übergeht.

Die Werkbank IT ist beauftragt, das System über die gesamte Vertragslaufzeit von vier Jahren zu betreuen und weiterzuentwickeln.

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