Hannover/Bremen (dpa). – Die im Kampf gegen dreckige Stadtluft versprochene Förderung des Radverkehrs durch den Bund ist aus Sicht des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) bislang ausgeblieben. "Der Dieselgipfel hat für den Radwegebau bisher keine Verbesserungen gebracht", sagte Stephanie Krone von der ADFC-Bundesgeschäftsstelle der Deutschen Presse-Agentur. Der Bremer Landesverband kritisiert, dass der Ausbau des Radwegenetzes nur schleppend vorankommt. Viele Niedersachsen empfinden das Radfahren laut ADFC als unbefriedigend und vergaben deshalb im letzten Fahrradklima-Test 2016 schlechte Noten. Die Förderung des Radverkehrs war bei dem Gipfeltreffen von Politik und Autoindustrie im August 2018 eine der verabredeten Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung. Eine Aufstockung der Mittel auf insgesamt 200 Mio. Euro jährlich wurde dabei in Aussicht gestellt. "Diese Ankündigung war eine Lüge. Im Haushalt 2018 ist nichts davon zu sehen", kritisiert Krone. Für das kommende Jahr müsse Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) jetzt nachlegen und die Versprechen seines Vorgängers Alexander Dobrindt (CSU) einhalten. Mit diesem Vorwurf und den Forderungen konfrontiert, verwies das Bundesverkehrsministerium in Berlin auf die laufenden Haushaltsgespräche. Bau und Erhaltung von Radwegen würden derzeit mit rd. 100 Mio. Euro jährlich finanziert, etwa 200 bis 300 km Radwege würden jedes Jahr an Bundesstraßen gebaut.
dpa
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