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"Viel vorgenommen für 2026"

Die Bauwirtschaft zeigt Fortschritte trotz Herausforderungen. 2026 stehen neue Chancen und innovative Ansätze im Fokus, um Infrastruktur und Wohnbau voranzutreiben.

Von ABZ
Bauaussichten 2026
Martin von Lom, Managing Director der Hünnebeck Deutschland GmbH |

Die deutsche Bauwirtschaft hat 2025 einmal mehr ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Trotz fehlender Aufträge im Wohnungsbau, bürokratischer Hürden und gestiegener Baukosten wurden zahlreiche wichtige Projekte realisiert – insbesondere im Infrastrukturbereich.

Für 2026 erwarten wir eine gewisse Erholung und partielle Trendwende, die auf den Ankündigungen der Bundesregierung und der Erwartung an ein moderates Wirtschaftswachstum fußt.

Bund und Länder unterstreichen ihren Willen, mit zusätzlichen Mitteln die Modernisierung der Infrastruktur voranzutreiben: von Straßen, Brücken und Autobahnen bis hin zur Schiene. Diese Investitionen sind notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes zu sichern. Um auch den Wohnungsbau wieder attraktiv zu machen, braucht es weitere Programme.

Vereinfachungen und mehr serielles – und damit günstigeres – Bauen können Anreize sein, neuen Wohnraum zu bezahlbaren Preisen zu schaffen. Die Bundesregierung hat angekündigt, Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, Bürokratie abzubauen und zusätzliche Mittel für den Klimaschutz bereitzustellen. All das sind richtige und wichtige Schritte. Sie eröffnen Chancen für mehr Projekte und einen schnelleren Baufortschritt in der Infrastruktur, beim Wohnungsbau und bei Transformationsprojekten im Energie- und Industriesektor.

Wir gehen davon aus, dass der Bau und die Instandhaltung von Infrastruktur in den kommenden Jahren maßgebliche Treiber der Baukonjunktur bleiben werden. Sichere und produktive Schalungs- und Traggerüstlösungen spielen dabei eine unverzichtbare Rolle. Eine Auswahl der laufenden Projekte, an denen wir von Hünnebeck by BrandSafway beteiligt sind, zeigt die Bandbreite der Systeme: Beim Ausbau der Autobahn A 3 kommen vor allem unsere neuen INFRA-KIT Systemlösungen zur Anwendung, zum Beispiel die neuen IK-Wandelemente sowie die Unterstützungssysteme ST 60 und GASS.

Die bis zu 41 Meter hohen Pylone der Rader Hochbrücke wachsen mithilfe der neuen Hünnebeck-Selbstkletterschalung SCF 60 um 5 Meter pro Woche in die Höhe; darüber hinaus sind Freivorbau-Schalwagen für die Herstellung der ersten beiden Voutensegmente beteiligt, die wir mit unserem Partner Strukturas liefern. Und last but not least: Unser INFRA-KIT spielt eine maßgebliche Rolle bei dem gerade startenden Projekt Weserquerung.

Immer häufiger fragen unsere Kunden darüber hinaus nach integrierten Lösungen, die Schnittstellen reduzieren, den Bauprozess planbarer machen und beim Überbrücken personeller Engpässe helfen. Wir adressieren diese, indem wir unser Serviceangebot ausbauen. Hier haben wir zwei Ansätze, die ineinandergreifen: Auf der klassischen Hünnebeck-Seite ein umfassendes Angebot im technischen Projektmanagement, das von Projektstart bis -ende reichen kann – unterstützt auch durch unsere digitale Plattform myHünnebeck, die projektbezogene Daten, Rechnungen, Zeichnungen, Stücklisten etc. bereitstellt und seit kurzem auch Soll-Ist-Vergleiche ermöglicht.

Hinzu kommen Vormontageservices für bestimmte Systeme, die dann zeit- und platzsparend just-in-time auf die Baustelle geliefert werden. Erwähnen möchte ich auch unsere jüngst erfolgte Investition in den Sonderschalungsbau: Mit unserer neuen, hochmodernen CNC-Fräsanlage produzieren wir am Standort Nossen Formen für komplexe Infrastrukturanwendungen schnell, präzise und zuverlässig – so, wie der Kunde sie benötigt.

Und nicht zuletzt: Unser Hünnebeck Trainings-Bus bringt praxisnahe Anwenderschulungen seit diesem Jahr direkt auf die Baustelle. Ganz nach unserem Motto: More Safety, More Productivity! Der zweite Ansatz für integrierte Lösungen mit hohem Kundenmehrwert ist die Partnerschaft mit unserer Schwestergesellschaft BRAND. Sie gehört zu den großen Industriedienstleistern in Deutschland und in anderen europäischen Ländern.

Von den professionell geplanten und sicher ausgeführten Gerüstdienstleistungen profitieren nicht nur Industriekunden, sondern auch Kunden aus der Baubranche, die wir vor allem im norddeutschen Raum bedienen, aber auch in anderen Regionen Deutschlands. Auf der bauma 2025 haben wir diesen integrativen Ansatz erstmalig einem großen Publikum gezeigt und sind auf viel positive Resonanz gestoßen. Für 2026 haben wir uns wiederum viel vorgenommen. Noch mehr Dienstleistung, um den nach wie vor bestehenden Fachkräftemangel in der Baubranche ein Stück weit abzufedern. Ein noch größeres Portfolio im Bereich Sicherheitstechnik.

Hier haben wir einiges getan, das wir nächstes Jahr in den Markt bringen werden. Gespannt sind wir auch auf den Start unserer neuen Wandschalung PLATINUM 80, die wir auf der bauma als Prototyp gezeigt haben. Mit all diesen Themen und Weiterentwicklungen, die sich konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden orientieren, sehen wir uns gut aufgestellt für das kommende Jahr. Ein Jahr, das hoffentlich ein für möglichst viele Menschen friedlicheres sein wird als das hinter uns liegende.

Mein herzlicher und aufrichtiger Dank gilt unseren Kunden wie auch unseren Partnern für eine von Vertrauen, Respekt und Gegenseitigkeit geprägte Zusammenarbeit. Und gleichermaßen unserem hoch engagierten Team unter dem gemeinsamen BrandSafway Dach, das vor allem eines eint: Leidenschaft für das Bauen und für eine leistungsfähige, auch weiterhin unverzichtbare Industrie.

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