Eskilstuna/Schweden (ABZ) | Auf den Volvo Days präsentiert Volvo CE Händlern, Kunden und Journalisten traditionell die neuesten Produkte und Lösungen, so auch in diesem Jahr am Stammsitz des Unternehmens im schwedischen Eskilstuna. Unter dem Motto „Zeigen statt erzählen“ werden alle Besucher eingeladen, jede Maschinenneuheit und jede Lösung live zu testen. Die ABZ war mit dabei.
Für diejenigen, die das erste Mal dabei sind, ist der Besuch der Volvo Days mindestens beeindruckend, wenn nicht gar atemberaubend. Nach einer Begrüßungsrunde und einem Briefing für die rund 70 aus aller Welt angereisten Journalisten erfolgt der eigentliche Start der Volvo Days frühmorgens im Customer Center des Unternehmens mit der „Machine Show“.
Was das ist? In Begleitung knackiger Rockmusik donnern dann rund eine halbe Stunde lang Muldenkipper an der eigens installierten Zuschauertribüne vorbei, ein halbes Dutzend Kettenbagger demonstriert das Ladespiel wie ein Ballett, und wuselige Mobilbagger, Radlader oder Nutzfahrzeuge tanzen durch die Szenerie und demonstrieren ihre Fähigkeiten. Es ist schon imposant, was die Schweden da jedes Mal aufs Neue inszenieren, wenn gegenüber der Tribüne zig Baumaschinen wie in einem Theater durch das Gelände toben. Mehrere Wochen wird das nun so weitergehen, wenn Kunden und Händler die Volvo Days bevölkern – mehr als 4000 Besucher werden in diesem Jahr erwartet.
Danach ist erst einmal Ruhe, denn dann folgt der theoretische Input über alle Neuheiten von Volvo CE, bevor es erneut zum „Hands-on“ hinaus ins Gelände geht. „Auf den Volvo Days geht es darum, die neuen Maschinengenerationen zu präsentieren, die wir auf den Märkten in Europa und Ozeanien einführen, gestützt auf kontinuierliche Investitionen in unsere Technologien und unsere Vertriebsregionen“, erklärt Carl Slotte, Leiter der Vertriebsregion Europa bei Volvo CE. „Es sind brandneue Maschinen, bei deren Entwicklung die sich wandelnden Kundenanforderungen im Vordergrund standen. Die Veranstaltung ist eine hervorragende Gelegenheit zu zeigen, wie sich mit ihrem Einsatz echte Zugewinne bei Produktivität, Effizienz und langfristiger Leistung erzielen lassen.“
„Volvo Days bedeutet für uns: zeigen statt nur erzählen“, hatte Melker Jernberg, Präsident von Volvo CE, zuvor den Sinn der Volvo Days auf den Punkt gebracht. „In einer zunehmend komplexen Welt haben wir klare Entscheidungen darüber getroffen, worauf wir uns konzentrieren und investieren. Hier zeigen wir, wie diese Entscheidungen für unsere Kunden konkret wirken, indem wir näher an ihren Prozessen sind, schneller reagieren und unsere Widerstandsfähigkeit in einem unsicheren Umfeld stärken.“
Konkret bedeutet das, dass zu den Volvo Days nicht nur zig Neuheiten oder Updates von Baumaschinen gezeigt werden, sondern auch zahlreiche digitale Lösungen und Anwendungen. Die Maschinen, die auf den Volvo Days erstmals zu sehen sind, verteilen sich auf kompakte, schwere und elektrische Innovationen aus dem gesamten Portfolio. Genauer sind dies die neuesten Kurzheck-Raupenbagger ECR255 und ECR355, die Kurzheck-Raupenbagger ECR90 und EC65, der Mobilbagger EW65 – die jüngsten Modelle der neuen Kompaktbagger-Generation von Volvo CE –, der Schwerlast-Radlader L260 mit Rehandler-Paket sowie die Muldenkipper A30 Electric und A40 Electric, die als weltweit erste batterieelektrisch angetriebene knickgelenkte Dumper ihrer Größenklasse in Serie gehen.
Auch der EC560, eine neue Ergänzung in den Reihen der großen Raupenbagger von Volvo CE, der überarbeitete Radlader L90 Electric und der elektrisch angetriebene Mobilbagger EWR150 Electric sind mit dabei. Mit mehr als 15 aufgebotenen Maschinen von Volvo Special Application Solutions unterstreicht Volvo CE zudem die Bandbreite kundenspezifischer Speziallösungen. Vertreten sind unter anderem ein Knicklenker A30 4x4, ein A30-Wassertankwagen, ein ECR145 für den Tunneleinsatz, ein Materialumschlagbagger EC260 und ein EC300 Semi Long Reach.
Neben der Maschinenpalette rücken die Volvo Days 2026 auch den Bereich Site Solutions, der zum ersten Mal einen eigenen Programmpunkt bildet, in den Fokus. Volvo CE zeigt am Demo-Point im Gelände, wie ein vernetzter, datengestützter Ansatz Baustellenbetreiber und Flottenmanager dabei unterstützt, die betriebliche Effizienz und die Maschinenverfügbarkeit zu verbessern. Erstmals wurde auch ein zertifizierbares On-Board-Wiegesystem für Radlader vorgeführt.
Stefan Pettersson, Customer Site Performance Manager bei Volvo CE: „Kunden suchen heute mehr als nur Maschinen. Sie suchen einen Partner, der ihnen hilft, die zunehmende Komplexität auf ihren Baustellen zu bewältigen – indem er die Einführung neuer Technologien beschleunigt und diese in reale Ergebnisse umsetzt.“
Die Site Solutions des Herstellers sollen dabei helfen. Aktuell umfasst das Site-Solutions-Portfolio die Systeme und Dienste CareTrack, ActiveCare, Machine Data API, Volvo Connect, Equipment as a Service, Site Operations, Load Ticket, Connected Map und Site Simulation. Stefan Pettersson fasst zusammen: „Wir kombinieren Daten, Konnektivität und Fachwissen, um die Effizienz zu steigern, die Betriebszeit zu maximieren und langfristige Nachhaltigkeit zu fördern.“ Für Kunden von Volvo sicherlich die wichtigste Information: Bei den meisten Baumaschinen sind die notwendigen Installationen für die Nutzung solcher Dienste und Anwendungen bereits an Bord und müssen nur freigeschaltet werden.
Auch auf den Volvo Days 2026 lässt der Hersteller keinen Zweifel daran, dass langfristige Perspektiven verfolgt werden (siehe auch unser Exklusiv-Interview mit Melker Jernberg). Ein Fokus der Entwicklungen liegt auf einzelnen Industriesegmenten, wo präzisere, anwendungsbezogene Lösungen in Bereichen wie Steinbruch, Bergbau und Bauwesen ermöglicht werden sollen. Auch die Elektrifizierung bleibt ein zentraler Schwerpunkt bei Volvo CE, ebenso wie digitale Innovationen.
Volvo CE stärkt aber auch seine industrielle und vertriebliche Präsenz, etwa durch die Millioneninvestitionen in eine neue Bagger-Montagefabrik in Eskilstuna oder die jüngst abgeschlossene Übernahme der Swecon-Gruppe. Dadurch baut Volvo CE seine Präsenz weiter aus und erhält direkten Zugang zu rund 70 Prozent seiner Vertriebsaktivitäten in Europa, so das Unternehmen selbst. Slotte sagt: „Eskilstuna ist ein starkes Symbol für unser Engagement in Europa. Indem wir näher bei unseren Kunden investieren, stärken wir unsere Fähigkeit, schneller zu reagieren, enger zusammenzuarbeiten und sie dabei zu unterstützen, in einem sich schnell verändernden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.“
