Hamburg (ABZ). – Das ehemalige Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg schreibt ein weiteres Kapitel seiner Geschichte. Nachdem es im Jahr 2021 stillgelegt wurde, laufen seit Oktober 2023 die Rückbauarbeiten, durchgeführt von der Hagedorn Unternehmensgruppe.
Auf dem Gelände entsteht Infrastruktur für grünen Wasserstoff, der zukünftig aus erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind produziert werden soll..
Im Zuge dieser Arbeiten wird auch eine Photovoltaikanlage zurückgebaut. Die Anlage umfasst 2448 Module und befindet sich auf einem Kuppeldach oberhalb des Kohlekreislagers, das ebenfalls schrittweise zurückgebaut werden soll. Mit der anspruchsvollen Aufgabe ist nach eigenen Angaben das Gütersloher Unternehmen Reinke Photovoltaik betraut worden, das normalerweise auf die Montage von Photovoltaikanlagen spezialisiert ist. Laut Reinke erfordert die Arbeit auf dem halbrunden Folien-Kuppeldach in circa 50 m Arbeitshöhe spezielle Maßnahmen und Expertise. Zudem bedürfe es eines hohen Maßes an Sorgfalt und Fingerspitzengefühl, um die Komponenten für den Wiederaufbau vorzubereiten.
Um Arbeitssicherheit und Kosteneffizienz sicherzustellen, arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben mit ausgebildeten Industriekletterern zusammen. Nach der Demontage würden die Module und Wechselrichter eingelagert, um später für die nachhaltige elektrische Versorgung des Standortes weiter genutzt zu werden. Damit leisten sie einen direkten Beitrag zu einem effektiven Ressourcenkreislauf, erklärt Reinke Photovoltaik. Das Projekt in Moorburg verdeutlicht nach eigener Aussage den Wandel der Energielandschaft in Deutschland. Der Rückbau des ehemaligen Kohlekraftwerks und die Umwidmung des Betriebsgeländes in eine Infrastruktur für grünen Wasserstoff zeige den vorbildlichen Fortschritt in Richtung einer klimafreundlichen Zukunft.