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"Wir bereiten uns in aller Ruhe darauf vor, dass sich der Markt wieder erholen wird"

Hydrema bleibt auch in schwierigen Zeiten stabil und investiert in die Zukunft. Während der Markt schwankt, setzt das Unternehmen auf Qualität und Eigenverantwortung.

Von ABZ
Bauaussichten 2026
Martin Werthenbach, Vertriebsleiter Deutschland bei Hydrema |

Leider endet das Jahr 2025 auf den ersten Blick so, wie es angefangen ist. Das hängt aber damit zusammen, dass es ein typisches Phänomen unserer schnelllebigen Gesellschaft geworden ist, vorschnell und öffentlich Verurteilungen auszusprechen.

Wir erwarten immer alles sofort. Und kommt etwas nicht unseren Erwartungen entsprechend schnell, sind wir enttäuscht und kommunizieren das in alle Richtungen. Eine Nachricht ist heute sofort über das Internet verfügbar. Die Möglichkeit öffentlich zu kommunizieren für jeden Dank der verfügbaren Medien immer und sofort möglich.

Leider hat auch die regierende Politik dieses Verhalten in weiten Teilen beibehalten. Dabei täte sie gut daran, sich gegen dieses Phänomen zu stellen und weniger und nur über einen Kanal zu kommunizieren. Die vielen Teil-Informationen würden sich nicht so stark multiplizieren und ungefiltert verselbstständigen.

Tatsache ist doch aber, dass wir, die Wähler, mit der Wahl dafür gesorgt haben, dass die Politiker miteinander diskutieren müssen. Warum meckern wir jetzt darüber und geben den gewählten Akteuren nicht die Zeit, ihre Themen auszudiskutieren. Stattdessen wird jeder veröffentlichte Zwischenstand aufgesogen, öffentlich diskutiert und zerredet und das sorgt für Unmut.

Viele auf den Weg gebrachte Entscheidungen können in der Kürze der Zeit noch keine Wirkung zeigen. Vielleicht muss auch nachgesteuert werden, was ebenfalls normal wäre, aber die besänftigende Wirkung auf die Öffentlichkeit bleibt aus, weil noch nicht final und spürbar wahrzunehmen ist, dass etwas passiert. Mit Lob und Verständnis tun wir uns halt in dieser Gesellschaft sehr schwer, mit Tadel und Häme sind wir hingegen sehr schnell.

Die Euphorie der bauma war allgegenwärtig. Jeder war positiv und vor allem große Hersteller, die den Druck der Massenproduktion haben, kommunizierten sehnsüchtig ihre vermeintlichen, weil angekündigten Verkaufserfolge. Dass sich dies so aber letztlich nicht erfüllt hat, belegen die VDMA-Zahlen und weil dies so nicht eingetreten ist, ist die Enttäuschung allgegenwärtig groß und wird durch entsprechende Kommunikation und auch Maßnahmen befeuert. Jetzt sehen wir vor allem hektisches Agieren.

Hersteller bieten sich aktiv zur Übernahme an oder schließen Produktionsstandorte oder lassen Baureihen auslaufen. Andere haben durch entsprechende Einsparmaßnahmen, die sie zum Teil schon seit Jahren betrieben haben, ihre Qualität so stark heruntergefahren, dass die entstehenden Probleme im Markt ihre angespannte Situation noch mehr belasten. Wieder andere versuchen ihre Vertriebskanäle durch zusätzliche Farbe oder Namen zu verdoppeln und merken gar nicht, dass Sie sich dadurch eher schwächen, als sich zu stärken. Die daraus resultierenden Entlassungen kommunizieren sich entsprechend und befeuern den Unmut im Markt.

Bei Hydrema kann sich der Kunde darauf verlassen, dass er ein Produkt hat, dass für sich steht. Wir haben die Eigen-Produktionskette nicht gekürzt, sondern sogar verlängert. Mit dem Kabinenbau und einer eigenen Fabrik für den Kabelbaum in der Maschine sind wir unabhängig und haben einen direkten Einfluss auf die Qualität. Jetzt haben wir sogar eine Software-Firma übernommen, um auch hier entsprechend eigenständig zu sein.

Die Unternehmensführung von Hydrema sorgt mit einer klaren Strategie für Ruhe. Wir investieren aktuell in unsere Produktion und optimieren, dort wo notwendig, unseren Vertrieb.

Wir bereiten uns in aller Ruhe darauf vor, dass sich der Markt nach der bestehenden Talfahrt wieder erholen wird. Und ansonsten wissen wir, dass nur wir selbst dafür verantwortlich sind, wenn wir keine Kunden finden, die sich für unser Produkt interessieren. Wir sind überzeugt, dass Unternehmen diese Talfahrt und den mühsamen Aufwärtstrend mit dem Effizienzgewinn unserer Maschinen gut überstehen können und stehen bereit.

Unser City-Bagger ist nach wie vor, auch nach der bauma, unerreicht in seiner Gesamtheit. Mit seiner kräftigen Mehrpumpenhydraulik ist er weiterhin ungeschlagen, wenn es darum geht, als Geräteträger hydraulisch anspruchsvolle Anbaugeräte einzusetzen. Und auch in der Kraft hat er noch immer die Nase vorn. Unsere "Compact-Beast" Kampagne mit dem MX14G hat das Bewusstsein geschärft, dass ein kompakter Bagger nicht schwach sein muss. Eben eine Investition ohne Kompromisse.

Das Projekt "Zweiwegebagger für Deutschland" wird von uns weiter vorangetrieben und ganz sicher werden wir auch wieder etwas Neues vorstellen.

Ich will nicht zu viel verraten, aber es sind mal wieder Features, die sich unsere Ingenieure haben einfallen lassen, die einmal mehr unsere Kompetenz belegen, wenn es um Komfort, Sicherheit und Effizienz geht. Vor allem aber freuen wir uns darauf, dass wir in 2026 das dreißigjährige Jubiläum zur Übernahme des Weimar-Werkes feiern dürfen.

Die zahlreichen Gäste, die wir dann durch das Werk führen werden, werden erstaunt sein, mit welch modernen Produktionsmaschinen wir das Werk aufgerüstet haben. Merken Sie etwas? Trübsal ist nicht in der DNA eines Dänen verankert. Wir warten geduldig und sind vorbereitet, wenn es wieder so richtig los geht. Hydrema ist eben ein stabiler Partner und Lieferant mit Premium-Charakter.

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