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Drittes Baustoffrecyclingsieb geliefert

Bauer Resources optimiert Baustoffrecycling durch das SBR4-Sieb, steigert Durchsatz und senkt Kosten bei geringem Platzbedarf. Drei Standorte nutzen diese Technik.

Von ABZ

Duisburg (ABZ). – Im Winter 2021 hat Bauer Resources am Standort Hamburg das erste Baustoff-Recyclingsieb SBR4 angeschafft. Sandige Boden-Gemische werden mit einer 20 x 20 mm Quadratmasche gesiebt, um diese im Kreislauf zu halten. Was bis dato mit Trommelsieblöffeln am Bagger geschah, passiert seitdem per Radlader mit ca. 3,5 m³ Schaufelinhalt und elektrisch betriebenem SBR4 deutlich wirtschaftlicher, erklärt der Hersteller.

Die Durchsatzleistungen konnten deutlich gesteigert und die Kosten pro Tonne gesenkt werden. Der Platzbedarf für die Aufbereitung wurde verringert und gleichzeitig eine feinere Absiebung realisiert. Bis heute wurden laut Kathrin Hagemann, der Leiterin des Bodenreinigungszentrums, rund 70.000 t mit dem SBR4 aufbereitet.

Bauer verfügt über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Segmente aufgeteilt: Spezialtiefbau, Maschinen und Resources. Im Bereich Resources betreibt Bauer acht eigene Bodenreinigungszentren. Ziel ist es, durch intelligentes Stoffstrommanagement so viele Stoffe wie möglich in den Kreislauf zurückzuführen. Bereits drei Standorte setzen bei der Zielerreichung die Siebtechnik des Dresdener Nischenanbieters EAG Einfach Aufbereiten GmbH ein.

Der Verzicht auf Fördertechnik und die Beschränkung auf einen Trennschnitt ermöglicht die Aufbereitung mit Radladern von 3 bis 5 m³ Schaufelinhalt auf kleiner Fläche. Die Materialentnahme erfolgt an gleicher Stelle wie die Beschickung. Die Fahrtwege sind minimiert und das Siebdeck ist jederzeit zugänglich – ein großer Vorteil bei der Aufbereitung von Siebgütern mit Störstoffen wie Kabeln, Bewehrungseisen, öligen Putzlappen und weiteren nicht-mineralischen Fremdstoffen, die sich im Sieb verhaken können und entfernt werden müssen. Die Reinigung des Siebdecks ist unkompliziert, da beidseitig zugänglich, ohne Demontage von Abdeckungen oder Fördertechnik. Benjamin Steden, Betriebsleiter des Standorts Duisburg, wurde von seinen Kollegen aus Hamburg und Regensburg, wo seit Sommer 2022 das zweite SBR4 zur Bodenaufbereitung im Einsatz ist, auf die einfache Siebtechnik aufmerksam gemacht. Die Flexibilität durch die Sensorsteuerung, die einfachen Siebwechsel und die Einstellungsmöglichkeiten des Stangensizers ist der Hauptgrund für seine Kaufentscheidung. "Die Stoffe, die wir aufbereiten, sind sehr verschieden, häufig sehr grob und gleichzeitig mit verschiedensten Störstoffen durchsetzt. Die Robustheit und Zugänglichkeit der Siebanlage ist damit ein wichtiger Faktor für uns", begründet Steden die Anschaffung.

"Der geringe Platzbedarf und elektrische Betrieb mit EIN-AUS-Automatik ist zudem, gegenüber dem bisherigen Prozess mit einer dieselbetriebenen Trommelsiebanlage, ein Pluspunkt."

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