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Handwerk sucht Nachfolger

Berlin (dpa). – Das Handwerk sieht zunehmende Probleme bei der Betriebsnachfolge. Es falle immer schwerer, Meisterinnen und Meister zu finden, die sich selbstständig machen oder ein Unternehmen gründen wollen, sagte Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.

Von dpa

Berlin (dpa). – Das Handwerk sieht zunehmende Probleme bei der Betriebsnachfolge. "Es fällt immer schwerer, Betriebsnachfolger zu finden oder Meisterinnen und Meister, die sich selbstständig machen oder ein Unternehmen gründen wollen", sagte Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), gegenüber Medien.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) berichtete von einem geringeren Interesse an Unternehmensgründungen. "Viele junge Leute erkennen offenbar immer weniger die Chancen eines eigenen Unternehmens, sondern fühlen sich durch Hemmnisse, Gängelei und Stolpersteine regelrecht abgeschreckt", sagte DIHK-Präsident Peter Adrian gegenüber Medien. Dittrich sagte mit Blick auf die Probleme: "Das hat ganz viel mit dem Bild von Selbstständigkeit und Unternehmertum zu tun, das vermittelt wird. Und das hängt mit der überbordenden Bürokratie zusammen, die viele vom Schritt in die Selbstständigkeit abschreckt.

Sie erzeugt die Sorge, in die bürokratische Zwickmühle zu geraten, die Fülle an Vorschriften nicht erfüllen zu können und dadurch großen persönlichen Risiken ausgesetzt zu sein." Allein im Handwerk werden nach Verbandsangaben mindestens 125.000 Familienbetriebe in den nächsten fünf Jahren eine Unternehmensnachfolgerin oder einen Unternehmensnachfolger suchen. Insgesamt gebe es rund eine Million Handwerksbetriebe.

Verbandspräsident Dittrich, der Dachdeckermeister ist, sagte weiter: "Als Praktiker kann ich Ihnen sagen: Ein Unternehmer kann nur in dem Maße erfolgreich sein, wie ihm Freiräume zu wirtschaftlich erfolgreichem Handeln gelassen werden, er nicht mit überbordenden Vorgaben und Regelungen gegängelt wird, und ihn die Steuer- und Sozialabgabebelastungen nicht an den Rand der Leistungsfähigkeit bringen. Soll sich Unternehmertum lohnen und sollen die Betriebe wirtschaftlich erfolgreich arbeiten können, brauchen sie wachstumsfördernde und wettbewerbsstärkende Maßnahmen."

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