Berlin (ABZ). – Der Rückbau der Autobahnbrücke über die Halenseestraße am Autobahndreieck Funkturm griff in eines der verkehrsreichsten Gebiete Berlins ein. Damit der planmäßige Abbruch innerhalb von 79 Stunden umgesetzt werden konnte, mussten Verkehr und Umleitungen präzise koordiniert und zuverlässig abgesichert werden.
Zeppelin Rental übernahm im Auftrag der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH die Verkehrssicherung und trug so zum reibungslosen Ablauf der Maßnahme bei. Das Autobahndreieck Funkturm ist ein neuralgischer Punkt der Hauptstadt. Mehrere hunderttausend Fahrzeuge drängen sich hier täglich durch die Verflechtung von A 100, A 115 und innerstädtischem Straßennetz.
Die Bedingungen vor Ort sind eng, die Abläufe empfindlich. Eingriffe in diesen Bereich erfordern deshalb eine besonders sorgfältige Abstimmung. Der Rückbau der verbliebenen Brücke über die Halenseestraße bildet die Grundlage für den späteren Neubau der Überführung der A 100 über die S-Bahn-Trasse. Für Zeppelin Rental bedeutete das: ein dicht getakteter Einsatz mit klaren Prioritäten. Absperrungen, Beschilderungen und Markierungen mussten nicht nur korrekt und vollständig eingerichtet, sondern auch so geplant werden, dass sie während der gesamten Maßnahme verlässlich funktionieren.
Für die Sperrung der Halenseestraße und die großräumigen Umleitungen kam eine breite Palette an Material und Technik zum Einsatz. Rund 400 Barken, 250 Verkehrszeichen und 140 Autobahnumleitungsschilder waren Teil der Sicherung. Hinzu kamen 280 Absperrschranken, 36 Auskreuzvorrichtungen, eine mobile Ampelanlage, 60 Meter mobile Leitwand und 400 Meter Bauzaun. Ergänzt wurden die Maßnahmen durch LED-Vorwarnanhänger, Fahrbare Absperrtafeln (FAT), Markierungen sowie mehrere Hinweis- und Informationstafeln.
Die logistische Planung und Umsetzung erfolgten in enger Abstimmung mit der DEGES, der Autobahn GmbH des Bundes, dem Verkehrsmanagement der Senatsverwaltung Berlin und dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. "Entscheidend war, dass alle Maßnahmen nahtlos ineinandergreifen", erklärt Steffen Jäniche, Leiter des Kompetenzcenter Baustellen- und Verkehrssicherung Berlin bei Zeppelin Rental. "Vom Aufbau der Beschilderung bis zur finalen Freigabe musste jeder Schritt sitzen."
Während der Sperrung verantwortete Zeppelin Rental die Einrichtung und Aufrechterhaltung der Verkehrssicherung. Dazu gehörten der Aufbau und die Kontrolle der Absperrungen sowie die Umsetzung und kontinuierliche Anpassung der Umleitungen. Besonders anspruchsvoll war die Phase des Brückenabbruchs, in der die Zufahrten zum Messedamm und zur Halenseestraße vollständig gesperrt werden mussten.
Die 79-Stunden-Sperrung umfasste mehrere verkehrsrelevante Abschnitte, die für den Abbruch der Brücke zwingend außer Betrieb genommen werden mussten. Neben der Halenseestraße Ost im unmittelbaren Baufeld betraf dies den Messedamm zwischen Halenseestraße und Neuer Kantstraße sowie verschiedene Anschluss- und Überleitungsbereiche der Autobahnen A 100 und A 115. Diese Sperrpunkte waren technisch und zeitlich eng miteinander verknüpft und mussten exakt im vorgesehenen Ablauf aktiviert werden, damit die Abbrucharbeiten sicher durchgeführt werden konnten.
So wurden unter anderem die Überleitung von der A 115 auf die A 100 Richtung Hamburg und die Abfahrt zur Halenseestraße Ost gesperrt. Auch die Überleitung von der A 100 aus Norden auf die A 115 musste aufgehoben werden. Parallel richtete Zeppelin Rental großräumige Umleitungsstrecken ein, die die Verkehrsströme frühzeitig aus dem Baufeld herausführten.
Ergänzend kam ein Cat-Mobilbagger M314 von Zeppelin Rental zum Einsatz. Das Gerät wurde für Rodungsarbeiten am Mittelstreifen genutzt, die als vorbereitende Maßnahme für den anschließenden Neubau der Brücke erforderlich waren. Trotz der komplexen Bedingungen verlief der Einsatz planmäßig.
Die Abrissarbeiten wurden fristgerecht abgeschlossen, und rund 4000 t Beton sowie 5000 t Sand wurden abtransportiert. Zusätzlich wurde während der Sperrung die Deckschicht im Kreuzungsbereich Messedamm/Halenseestraße erneuert.
Die anschließenden Asphalt- und Markierungsarbeiten dienten dazu, die bestehende Umleitungsstrecke nach dem Rückbau der Ringbahnbrücke wieder zu ertüchtigen.
Mit dem Abschluss der Sperrung begann der nächste Bauabschnitt: der Neubau der Ringbahnbrücke. Sie soll künftig für eine stabilere und leistungsfähigere Verkehrsführung im Westen Berlins sorgen.