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Tüv Nord erweitert Angebot für C-ITS

Tüv Nord erweitert Angebot zur Prüfung intelligenter Verkehrssysteme, prüft C-ITS und Car2X-Kommunikation nach Sicherheitsanforderungen der EU.

Von ABZ
Zertifizierung smarter Transportsysteme
Seit 2019 beschäftigt sich das Trust Services Team von Tüv Nord mit intelligenten Verkehrssystemen. | Foto: Tüv Nord

Hamburg (ABZ). – Tüv Nord hat sein Angebot um die Prüfung und Zertifizierung intelligenter Verkehrssysteme erweitert. Das Unternehmen prüft Cooperative Intelligent Transport Systems (C-ITS) und Car2X-Kommunikation nach den Sicherheitsanforderungen der Europäischen Kommission.

Intelligente Verkehrssysteme ermöglichen laut Tüv Nord eine direkte Kommunikation zwischen Fahrzeugen, Verkehrsinfrastruktur und anderen Verkehrsteilnehmern. Die Systeme sollen dazu beitragen, dass sich Ampelschaltungen am aktuellen Verkehrsfluss orientieren oder Fahrzeuge rechtzeitig vor Stauenden oder Kurzzeitbaustellen gewarnt werden.

"Wir unterstützen Betreiber und Anbieter von C-ITS-Lösungen von der Prüfung bis hin zur erfolgreichen Zertifizierung nach den Sicherheitsanforderungen der Europäischen Kommission", sagt Joshua Rumi, Account Manager Trust Services bei Tüv Nord. "Es ist ein wachsender Markt und die Prüfungen werden durch neue gesetzliche Regelungen immer umfangreicher." Die Kommunikation erfolgt nach Angaben des Unternehmens drahtlos, in Echtzeit und entlang definierter Standards.

Dadurch soll sichergestellt werden, dass die vernetzten Verkehrsteilnehmer herstellerübergreifend kommunizieren können. "In der direkten Kommunikation zwischen der Straßeninfrastruktur und denen, die sie nutzen, ist Sicherheit der entscheidende Faktor", erklärt Rumi. "Die Prozesse müssen so gestaltet werden, dass Manipulationen verhindert und somit potenzielle Gefahren für Menschen ausgeschlossen werden können." Dafür tauschen die C-ITS-Komponenten untereinander Zertifikate aus, um sich zu legitimieren.

Das entsprechende Sicherheitskonzept nennt sich Public Key Infrastructure (PKI). Als unabhängige Zertifizierungsstelle prüft Tüv Nord die Konformität des Sicherheitskonzepts, der Netzwerkpläne sowie der Verfahrensanweisungen und Handbücher nach den Anforderungen der C-ITS Certificate Policy. Die Tests und Prüfungen werden in der Regel bei Kunden vor Ort und in Rechenzentren durchgeführt.

Seit 2019 beschäftigt sich das Trust Services Team von Tüv Nord mit intelligenten Verkehrssystemen. Damals startete in mehr als 43 europäischen Städten der testweise Einsatz. Seit Mitte 2024 nimmt das Thema nach Angaben des Unternehmens Fahrt auf.

In Deutschland sind C-ITS-Dienste im Rahmen unterschiedlicher Projekte für vernetzte Mobilität erprobt worden, unter anderem im von der EU-Kommission geförderten Pilotprojekt "C-Roads Germany" in Niedersachsen und Hessen. Städte wie Hamburg, Kassel und Dresden setzen C-ITS im Rahmen von Pilotprojekten auf viel befahrenen Hauptverkehrsstraßen ein, um die Priorisierung des ÖPNV und von Einsatzfahrzeugen an Ampeln zu unterstützen.

Die intelligenten und vernetzten Verkehrssysteme sollen europaweit harmonisiert werden, sodass diese Dienste länderübergreifend angeboten und genutzt werden können. Sie bilden nach Angaben des Tüv Nord auch die Basis für das automatisierte Fahren.

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