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Hochkarätige Fachvorträge mit Pitsch-Runde

Der Zukunftstag Bauwirtschaft der Ulmer BetonTage diskutierte Wege zur CO2-Reduktion, Ressourcenschonung und innovative Optimierungen im Bauwesen mit Expertenvorträgen.

Von ABZ
Zukunftstag Bauwirtschaft der Ulmer BetonTage
Alexander Rother (Netzwerkmanager solid Unit Baden-Württemberg, v. l.), Tobias Riffel (Vize-Präsident Bauwirtschaft Baden-Württemberg und Vorstandsvorsitzender solid Unit Deutschland), Prof. Dr. Thomas Auer (Technische Universität München), Prof. Stefan Leupertz (Geschäftsführer 3D2L GmbH), Wiebke Zuschlag (Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit solid Unit) und Dr. Ulrich Lotz (Geschäftsführer FBF Betondienst GmbH). | Foto: Armin Buhl

Stuttgart (ABZ). – "Die Frage lautet nicht: Müssen wir uns verändern? Sondern: Wo lohnt es sich, als erstes anzupacken? Transformation braucht Menschen, die vorangehen!", betonte Tobias Riffel, Vize- Präsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. und Vorstandsvorsitzender von solid Unit Deutschland, beim Zukunftstag Bauwirtschaft der Ulmer BetonTage.

Der Zukunftstag, organisiert von der Bauwirtschaft Baden-Württemberg und solid Unit Baden- Württemberg in Kooperation mit der FBF Betondienst GmbH, beleuchtete die unterschiedlichen Handlungsfelder für CO2-Reduktion und Ressourcenschonung in der Bauwirtschaft.

Neben innovativen Ansätzen standen dabei Themen wie die Lebenszyklusbetrachtung von Gebäuden, der Gebäudetyp E und die Optimierung von Ausschreibungsprozessen im Fokus.

Prof. Dr. Thomas Auer (TU München) sprach über "Einfach bauen – Paradigmenwechsel von der Energieeffizienz zur Ökobilanz". Anhand von Beispielen wie dem Manitoba Hydro Place in Winnipeg, Kanada, sowie den Forschungshäusern in Bad Aibling zeigte er, wie einfache physikalische Prinzipien und optimierte Gebäudeausrichtungen bei extremen klimatischen Bedingungen zu signifikanten Energieeinsparungen führen können.

Prof. Stefan Leupertz (3D2L GmbH) ging in seinem Vortrag "Vergabesystem' neu gedacht'" auf praxisorientierte Lösungen zur Optimierung von Ausschreibungen ein. Er plädierte für individuell angepasste Vertragsmodelle, die den spezifischen Bedürfnissen jedes Projekts gerecht werden.

Dr. Martin Röck (RISE Labs/KU Leuven) erläuterte Benchmarks und Zielwerte für CO2-Emissionen im Lebenszyklus von Gebäuden.

Er betonte die Bedeutung des Umstiegs auf klimafreundliche Baustoffe und die schrittweise Einführung strengerer Grenzwerte zur Reduktion von "Embodied Carbon"-Emissionen. Dr. Stefanie Weidner (Werner Sobek AG) verdeutlichte in ihrem Vortrag "Planen und Bauen im Zeitalter des Klimawandels" die Notwendigkeit für ein Umdenken in der Bauplanung. Ein entscheidender Hebel könnten Emissionsgrenzen für Gebäude sein, wie sie bereits in Dänemark gesetzlich festgelegt sind.

Bei einer Pitch-Runde präsentierten die Start-ups CarStorCon Technologies GmbH, Sonocrete GmbH und alcemy GmbH neue Ansätze zur Optimierung des CO2-Fußabdrucks im Bauwesen.

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