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Saubere Kanten mittels mobilem Kantenfräser

Die Bearbeitung von Schnittkanten an Blechen ist entscheidend für Arbeitssicherheit und Produktqualität. Trumpf präsentiert mit den Kantenfräsern TruTool TKA 700 und TKA 1500 innovative Lösungen, die neue Maßstäbe setzen.

Von ABZ
Zum Bearbeiten von Blech
Die mobilen Kantenfräser TruTool TKA 700 und TKA 1500 von Trumpf bieten laut Hersteller ein optimales Verhältnis aus Qualität, Wirtschaftlichkeit und Benutzerfreundlichkeit. Damit soll jeder Mitarbeiter emissionsarm arbeiten und die voreingestellten Rundungen oder Winkel gleichmäßig und mit oxidfreien Oberflächen erzeugen können. | Foto: TRUMPF

Ditzingen (ABZ). – Die Bearbeitung von Schnittkanten an Blechen beeinflusst sowohl die Arbeitssicherheit als auch die Qualität nachgelagerter Prozesse. Trumpf hat mit den mobilen Kantenfräsern TruTool TKA 700 und TKA 1500 zwei Geräte im Portfolio, die nach eigenen Angaben Maßstäbe bei der Kantenbearbeitung setzen..

Scharfe Kanten entstehen in der industriellen Blechbearbeitung beim thermischen Trennen mit Laseranlagen oder Plasmaschneider. Die Hitzeeinwirkung verändert das Materialgefüge an der Schnittlinie, was scharfe Kanten zur Folge hat. Damit einher geht eine Verletzungsgefahr für Mitarbeiter, die mit den Blechen hantieren. Zudem können Folgeprozesse wie die Pulver- und Lackierbeschichtung beeinträchtigt werden.

"An scharfkantigen Stellen hält kein Lack und auch keine andere Beschichtung zuverlässig. Definierte Rundungen oder saubere Fasen sind deshalb in vielen Branchen Pflicht – auch aus Arbeitssicherheitsgründen", erklärt Carsten Niehaus, leitender Produktmanager des Bereichs Elektrowerkzeuge von Trumpf.

Die Anforderungen an die Kantenbearbeitung variieren je nach Einsatzgebiet. Verrundungen sind etwa im Behälterbau – speziell in der Lebensmittelindustrie – erforderlich, um glatte Übergänge zu gewährleisten, die keinen Schmutzfang darstellen. Nur so lassen sich laut Hersteller die wichtigen Hygienevorschriften einhalten. Auch im Schiffbau und Offshore-Bereich sind Verrundungen unverzichtbar, da hier oft beschichtet oder lackiert wird und hohe Anforderungen an Oberflächen bestehen.

Fasen sind hingegen primär dort gefragt, wo später geschweißt wird – insbesondere in der Stahl- und Metallverarbeitung, im Maschinen- und Metallbau. Sie bilden die Basis für Schweißverbindungen.

Anwender erwarten reproduzierbare Qualität, Arbeitssicherheit und Effizienz. In möglichst kurzer Zeit soll über die gesamte Werkstücklänge ein konstanter Fasenwinkel beziehungsweise eine gleichmäßige Rundung entstehen – ohne thermische Einflüsse, ohne Verfärbung und ohne mechanische Nachbearbeitung.

Moderne Kantenfräser bieten nach Herstellerangaben in vielen Einsatzfällen Vorteile gegenüber anderen mobilen Verfahren wie Winkelschleifern oder schweren Schneidrädern. Sie sind einfach in der Handhabung und produzieren weder Funken oder Schleifstaub, noch gefährliche Späne.

Mit Kantenfräsern von Trumpf kann laut Hersteller jeder Mitarbeiter emissionsarm arbeiten und die voreingestellten Rundungen oder Winkel gleichmäßig und mit oxidfreien Oberflächen erzeugen.

Mit den TruTool TKA 700 und TKA 1500 hat Trumpf zwei Maschinen im Portfolio. Beide arbeiten mit Motoren und sind so konstruiert, dass sie nicht nur effizient, sondern auch ergonomisch und sicher zu bedienen sind. Die Griffform, das Maschinengewicht (beim TKA 700 nur 3,9 kg) und die ausgewogene Schwerpunktverteilung sorgen nach Herstellerangaben für eine ruhige und angenehme Maschinenführung – auch bei längeren Einsatzzeiten.

Mit den TruTool TKA 700 und TKA 1500 lassen sich selbst in Ecken beginnend saubere Verrundungen und Anfasungen erzeugen. Auch für die Bearbeitung von Rohren, Innen- und Außenkonturen sowie Bohrungen eignen sich die beiden Geräte von Trumpf. Bereits ab einem Durchmesser von 35 mm soll der TKA 700 eingesetzt werden können. Der TKA 1500 braucht mit einem Bohrungsdurchmesser von 55 mm unwesentlich mehr Platz.

Unterschiede gibt es in puncto Arbeitsgeschwindigkeit und Fasenlänge: Während der TKA 700 mit bis zu 4 m/min 7 mm lange Fasen erzeugt, schafft der TKA 1500 bis zu 15 mm lange Fasen mit einer maximalen Arbeitsgeschwindigkeit von 1,5 m/min. Gleich sind die beiden Trumpf-Kantenformer bei den herstellbaren Radien – sie können zwischen 2 bis 4 mm liegen.

In Sachen Wirtschaftlichkeit punkten beide Trumpf-Kantenfräser mit langlebigen Verbrauchsteilen. "Bei normalem Stahl und einer Fasenlänge von 5 Millimeter schaffen unsere TKA 700 dank der langlebigen Wendeschneidplatten bis zu 300 Meter", gibt Carsten Niehaus ein Beispiel und ergänzt: "Der TKA 1500 schafft beim Erzeugen seiner maximalen Fasenlänge von 15 Millimeter bis zu 250 Meter." Ist ein Wechsel notwendig, erfolgt dieser werkzeuggestützt unkompliziert und schnell.

Der optionale Prisma-Anschlag dient als Führung und gewährleistet, dass die Späne definiert auf den Boden fallen. Für die Bediener der Maschinen bedeutet das nach Herstellerangaben sichereres Arbeiten ohne gefährlichen Späneflug. Im Sinne der Arbeitssicherheit nennt Produktmanager Niehaus das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung obligatorisch: "Ohne Handschuhe, Schutzbrille und Gehörschutz sollte mit keiner Maschine im Blech gearbeitet werden. Auch mit unseren nicht."

Winkelschleifer können zum Einsatz kommen, wenn sehr selten Kanten zu brechen sind. Denn diese Werkzeuge sind für viele Anwendungen einsetzbar und daher in zahlreichen Betrieben ohnehin vorhanden. Doch sobald mit einer gewissen Regelmäßigkeit Fasen oder Radien zu erzeugen sind, überwiegen laut Hersteller die Nachteile, etwa mangelnde Reproduzierbarkeit, schlechtere Ergebnisse, notwendige Nacharbeit und Gefährdung durch Funkenflug.

Stationäre Kantenfräser gewährleisten eine dauerhaft hohe Qualität und meist eine ebenso gute Arbeitssicherheit wie die mobilen Geräte. Es ist aber grundsätzlich erforderlich, die zu bearbeitenden Bleche zur Anlage zu transportieren, was besonders bei großen Werkstücken ein Problem sein kann. Das macht den Einsatz relativ unflexibel. Darüber hinaus sind die Maschinen teuer in der Anschaffung.

Ähnliche Vor- und Nachteile gelten für stationäre thermische Verfahren wie das auf Lasermaschinen verfügbare Fasenschneiden. Die Bearbeitung verläuft schnell und mit einer hohen Reproduzierbarkeit. Die Maschinen sind aber teuer in Anschaffung und Betrieb. Zudem ist die Programmierung relativ aufwändig und mitunter kommt es durch den Wärmeeintrag zu unerwünschten Materialveränderungen.

"Wer regelmäßig Kanten bearbeitet, sollte nicht an der falschen Stelle sparen. Denn saubere Kanten zahlen sich aus – im Ergebnis, in der Sicherheit und im langfristigen Unternehmenserfolg", erklärt Carsten Niehaus.

ABZ

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