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Talbrücke Mümling ist gesprengt worden

Im Odenwald wurde die Talbrücke über die Mümling erfolgreich gesprengt. Reisch Sprengtechnik koordinierte erstmals 18 Unternehmen für dieses Projekt. Entdecken Sie die Herausforderungen und Lösungsansätze der Abbrucharbeiten.

Von ABZ
18 Unternehmen beteiligt
Für die Firma Reisch Sprengtechnik war das Projekt eine Premiere, da sie erstmals als Generalunternehmerin auftrat. |

Bad König (ABZ). – Im Odenwald ist der Sprengabbruch der Talbrücke über die Mümling in Bad König Zell erfolgreich abgeschlossen worden. Für die Reisch Sprengtechnik GmbH war das Projekt eine Premiere, da das Unternehmen erstmals als Generalunternehmer auftrat.

Nach Angaben des Unternehmens übernahm Reisch Sprengtechnik die Koordination von 18 beteiligten Unternehmen. Normalerweise arbeitet das Sprengunternehmen als Subunternehmer für große Bau- oder Abbruchfirmen. Bei diesem Projekt lag die Gesamtverantwortung für Beauftragung und Koordination aller Gewerke bei dem Sprengtechnik-Spezialisten. Die Vorbereitungsarbeiten begannen Ende Juni 2025. Die Firma Christof Brand Abbruch und Erdbau demontierte zunächst die Leitplanken auf der Brücke. Anschließend wurden die beiden Brückenwiderlager freigelegt und abgebrochen.

Spundwand dient als Schutz

Mit dem abgebaggerten Erdreich errichteten die Arbeiter zeitgleich Fallbetten und Dämme unter dem Bauwerk.

Ein wichtiger Aspekt war die Sicherung des Bahngleises der Odenwaldbahn. Dieses wurde mit schweren Vliesbahnen, Baggermatten und Erdstoff überdeckt. Laut Vertrag sollte die Bahn am 18. August 2025 ihren Betrieb wieder aufnehmen. Während der Bauphase errichteten die Arbeiter eine Behelfsbrücke mit einer Traglast von 80 t und 20 m Länge über die Mümling. Diese diente dem Abtransport der gesprengten Brücke und soll für die Errichtung der neuen Brücke die Zufahrt über eine 130 m lange Baustraße zum Baufeld ermöglichen.

Als weitere Schutzmaßnahme wurde eine große Spundwand über die Mümling errichtet. Diese sollte sicherstellen, dass kein Material in den Fluss gelangt. Alle Arbeiten wurden nach Herstellerangaben pünktlich ausgeführt. Ab dem 28. Juli 2025 sind die vier Pfeiler der Brücke mit Sprengladungen geladen worden. Unter großer medialer Beachtung und in Anwesenheit des hessischen Verkehrsministers sowie der Lokalpolitik aus dem Odenwaldkreis erfolgte die Sprengung am 30. Juli 2025 um 11 Uhr. Unmittelbar nach der Begutachtung des Sprengergebnisses durch die Sprengberechtigten begannen die Mitarbeiter der Firma Christof Brand mit sieben Baggern den maschinellen Abbruch der Brücke.

Zügig bei der Arbeit

Bereits am 6. August war das Bahngleis freigelegt. Anfang September war laut Reisch Sprengtechnik nicht mehr zu erkennen, dass dort ein Brückenbauwerk abgebrochen worden war. Thomas Walewski von Reisch Sprengtechnik hebt die Zusammenarbeit mit den Behörden hervor: "Im hessischen Verkehrsministerium, beim Auftraggeber Hessen-Mobil und in genehmigenden Behörden und der Polizei sind mittlerweile junge Frauen und Männer in Entscheidungspositionen gelangt, die bei dieser Abbruchbaustelle eindrucksvoll bewiesen haben, dass kurze Dienstwege, pragmatische und schnelle Entscheidungen kein Traum sind, sondern durchaus Realität."

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