Oberhausen (ABZ) | Die Strabag AG hat den Umbau ihrer Bodenaufbereitungsanlage in Oberhausen abgeschlossen und die Arbeiten im Rahmen eines Pilotprojekts teilelektrisch umgesetzt.
Bei den Rückbau-, Erd-, Tiefbau- und Asphaltierungsarbeiten mit einer Auftragssumme von 2,3 Millionen Euro wurde die zulässige Jahreskapazität der Anlage von 120.000 auf 350.000 Tonnen erweitert. Zudem wurden 20.000 Tonnen des zurückgebauten Materials aufbereitet und als Recycling-Unterbau auf der 17.600 Quadratmeter großen Fläche wiederverwendet.
Im Realbetrieb kamen elf E-Geräte zum Einsatz – darunter ein 25-Tonnen-E-Raupenbagger, ein E-Mobilbagger, E-Radlader, ein E-Autokran sowie E-Tandemwalzen und ein E-Asphaltfertiger. Die Stromversorgung erfolgte über eine Netzanschlussleistung von 200 Kilowatt und einen mobilen Batteriespeicher mit 153 Kilowattstunden Kapazität zur Abfederung von Lastspitzen.
Nach Unternehmensangaben konnten durch die E-Geräte im Vergleich zu Dieselmaschinen die Energiekosten vor Ort um rund 90 Prozent gesenkt sowie rechnerisch etwa 18.000 Kilogramm CO2 eingespart werden. Ergänzend setzte Strabag auf ein Hybridkonzept mit Maschinen und Logistikfahrzeugen, die mit dem Kraftstoff HVO100 betrieben wurden.