Flexibles Abklebesystem

Vielfältige Dichtstreifen und Fugenbandprofile vorgestellt

Sika Abdichtungstechnik
Auch für das Abkleben der Boden-Wand-Fuge eignet sich das System des Typs Sikadu Combiflex TF, versichert der Hersteller. Foto: Sika Deutschland

Stuttgart (ABZ). – Bei der Planung und Erstellung von Bauwerken ist die Bauwerksabdichtung ein zentrales und bedeutendes Thema. Obwohl sie im Regelfall später nicht mehr sichtbar ist, stellt sie doch die Funktionalität des Tiefgeschosses sicher und ist somit eines der wichtigsten Bestandteile der Konstruktion. Mit dem Sikadur-Combiflex TF System bietet die Sika Deutschland GmbH (Sika) Planern, Bauherren und Verarbeitern ein abP-zugelassenes Gesamtsystem zur Fugen- und Rissabdichtung von Betonbauwerken.

Die Verbindung der drei Komponenten Dichtstreifen, Fugenbandprofile und Systemkleber machen es zu einem flexiblen und vielseitig einsetzbaren Abdichtungssystem, teilt Sika mit.

Die Bauwerksabdichtung steht oft vor anspruchsvollen Herausforderungen, ob beim zunehmenden Einsatz von Fertigteilelementen in Wandbereichen oder bei Anschlüssen an Bestandsbauwerke aufgrund von Erweiterungsbauten. In allen Fällen müssen verschiedenste Bauteile, Geometrien und Anforderungen aufgenommen und dauerhaft druckwasserdicht zu einem funktionierenden Gesamtsystem verbunden werden. Hier haben sich außenliegende streifenförmige Abklebesysteme zu einem passenden System entwickelt. Die Vorteile liegen Sika zufolge auf der Hand. Das liege vor allem daran, dass Anwender die Fugen des Bauwerkes – unabhängig von der Betonage – im Nachgang abkleben können.

So modern wie neue Objekte und Anlagen geplant werden, so flexibel muss das gewählte Abdichtungssystem sein. Um den wachsenden und wechselnden Herausforderungen am Bau gerecht zu werden, hat Sika das Tricoflex-Abklebesystem weiterentwickelt. Das Combiflex-TF-System ist ein leistungsstarkes Fugenabdichtungssystem, dessen Aufbau aus den Komponenten Dichtstreifen, Fugenbandprofile und Systemkleber es zu einem flexiblen Abdichtungssystem macht. Damit können nahezu alle Arten von Arbeitsfugen, Dehnfugen, Übergängen, Anschlüssen an Bestandsbauteile und Detailausbildungen zuverlässig abgedichtet werden, erläutert der Hersteller. Durch den Einsatz thermoplastischer Elastomere kann die Abdichtung selbst unter hoher Druckwasserbeaufschlagung zuverlässig einwirkende resultierende Verformungen aufnehmen.

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Bei einer Wohnanlage im bayerischen Regensburg hat das Team vor Ort das Sikadur-Combiflex-TF-System verwendet, um fünf Doppelhäuser mit Gebäudetrennfuge abzudichten. Foto: Sika Deutschland

Die Einsatzmöglichkeiten des Systems sind Sika zufolge vielfältig: vor oder nach der Betonage, in und unter Bodenplatten sowie an Decken und Wänden des gesamten Gebäudes. Für die Abdichtung von Dehnfugen in Ortbetonbodenplatten steht zum Beispiel ein außenliegendes Fugenbandprofil zur Verfügung. Anschlussfugen an Bestandsgebäude können bei einem Erweiterungsbau flexibel mit einseitig anzuklebenden Fugenbandprofilen abgedichtet werden.

Bei diesen Profilen ist ein Fugenbandschenkel als Klebeschenkel ausgebildet, welcher mit dem Systemkleber an den Bestand angeklebt werden kann. Der andere Schenkel ist als klassisches außenliegendes Fugenband mit Sperrankern zum Einbinden in den Ortbeton konzipiert. Das Anschlussfugenband ist in verschiedenen Geometrien verfügbar und kann so flexibel, je nach den örtlichen Gegebenheiten, gewählt werden. In der Wand und im Deckenbereich hingegen kann mit den beidseitig aufzuklebenden Sikadur-Combiflex-TF-Dichtstreifen abgedichtet werden.

Da beide Komponenten, Dichtstreifen wie auch Fugenbandprofile, aus identischem Werkstoff bestehen, lassen sich diese homogen mittels thermischer Fügung verbinden und kombinieren. Sämtliche Fugenbandformteile wie Ecken oder Kreuzungen werden werkseitig vorkonfektioniert. Auch Eckformteile für Innen- und Außenecken der Dichtstreifen sind vorkonfektioniert verfügbar. Auch an Übergängen zu Materialien wie Metall oder Kunststoff sei das Sikadur-Combiflex-TF-System dauerhaft zuverlässig einsetzbar.

Der neue Systemklebstoff besitzt Sika zufolge eine wesentlich bessere Viskosität und ermöglicht so einen höheren Verarbeitungskomfort bei gleichzeitig geringerem Materialverbrauch. Auch das Reaktionsverhalten hebe sich deutlich von üblichen epoxidharzbasierenden Klebesystemen ab: Sikadur-Combiflex-TF sei in der kalten Jahreszeit noch einsatzbereit, wenn viele andere Produkte bereits nicht mehr verarbeitet werden können. Nutzer können das System bis zu einer untersten Temperaturgrenze von 2 °C (Bauteil- und Umgebungstemperatur) verarbeiten.

Sikadur-Combiflex-TF wurde in Funktionsprüfungen nach den neuesten Prüfgrundsätzen geprüft und bietet allgemein bauaufsichtliche Prüfzeugnisse für Arbeits-, Sollriss- und Dehnfugen, erläutert der Hersteller. Neben den klassischen Funktionsprüfungen nach PG-FBB Teil 1 und 2 wurden darüber hinaus auch die Dauerhaftigkeitsprüfungen durchgeführt.

Die Funktionsprüfungen wurden neben dem Lastfall des positiv drückenden Wassers für den Einsatz im Sanierungsfall zudem auf negativ drückendes Wasser geprüft. Auch die Anwendung mit dem SikaProof A+ System konnte in einer separaten Funktionsprüfung bestätigt werden. Das Abklebesystem kann daher sowohl als alleinige Lösung zur Fugen- und Rissabdichtung eingesetzt werden als auch zusammen mit der neuesten Generation der FBV-Technologie SikaProof A+ bei der Ausführung von Tiefgeschossen als WU-Betonkonstruktion.

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