Berlin (ABZ). – Auch im Oktober – und damit das fünfte Mal in Folge – verzeichneten die Baugenehmigungen ein Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat. Mit insgesamt 19 900 Wohnungen (Neu- und Umbau in Wohn- und Nichtwohngebäuden) wurden 1300 Wohnungen (+ 6,8 Prozent) mehr als im Oktober 2024 genehmigt, teilt der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) mit.
Nun ist es wichtig, dass die Mittel abgerufen und zeitnah verbaut werden", kommentiert Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des HDB die unlängst vom Statistischen Bundesamt bekanntgegebenen Genehmigungszahlen für den Oktober. Nach voraussichtlich 225.000 Baufertigstellungen in diesem Jahr dürften die Fertigstellungen im kommenden Jahr sogar die 200.000er-Marke unterschreiten, so der Verband. In den Ballungsgebieten bestehe bereits seit Jahren eine riesige Übernachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und die Situation verschärfe sich immer weiter.
"Erst 2027 dürfte sich eine Bodenbildung und Trendwende der Baugenehmigungen auch in den Fertigstellungszahlen zeigen", sagte Müller.
Von Januar bis Oktober 2025 ergebe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 11,2 Prozent auf rund 195 400 genehmigte Wohnungen. Angesichts der im langfristigen Vergleich hohen Kreditzinsen und Baukosten brauche es für das kommende Jahr eine klare und langfristige Strategie für die Wohnungsbaupolitik.
Getrieben durch eine Vielzahl hoher behördlicher Auflagen und Vorschriften würden die Kosten weiterhin hochgehalten.
Die Länder würden nicht an einer Vereinfachung ihrer jeweiligen Bauordnungen umherkommen, um Standards und Gebäudeanforderungen und in der Folge Baukosten zu senken, so der Verband weiter.