Bruneck/Italien (ABZ). – Vor wenigen Monaten wurde der Wissenschafts- und Technologiepark in Bruneck in Südtirol eingeweiht. Im Inneren dieses Parks und Zentrums befindet sich nun ein kleines Juwel aus Beton und Glas: nämlich eine Wendeltreppe, für die die Firma Arbloc eine mit GFK beschichtete Polystyrolschalung entworfen und gebaut hat.
Dies gab die Firma vor Kurzem bekannt.
Das ehrgeizige Projekt des technologischen Forschungszentrums, das ganz dem Automobilsektor gewidmet ist, zeugt laut Hersteller von der Bedeutung eines strategischen Sektors für die Region Südtirol und vereint auf einer Fläche von etwa 6000 m² das gesamte Know-how der Südtiroler Automobilindustrie.
Der Park fungiert auch als zentrale Anlaufstelle für die Automobilforschung im Zentrum der Stadt Bruneck: Dort, wo einst der alte Busbahnhof stand, befindet sich heute dieser erste Wasserstoff-Wissenschafts- und Technologiepark.
Er verfügt über ein innovatives Wasserstoffspeichersystem, das eine klimaneutrale Energieversorgung gewährleistet und einen Anreiz für die gesamte lokale Automobilbranche darstellt, auf grüne Energie umzusteigen. Das vom Studio KUP-ARCH aus Brixen/Südtirol entworfene Zentrum sieht im Inneren des zentralen Gebäudes eine wichtige Treppe mit essenziellen Linien und einer geschwungenen Form aus poliertem Beton mit einer äußeren Glasbrüstung vor.
Die von der Firma Gasser Paul Srl vor wenigen Monaten ausgeführte Arbeit umfasste den Entwurf und die Herstellung einer Schalung, die in der Lage war, den Entwurf der Treppe originalgetreu umzusetzen und die Grenzen zu überwinden, die durch traditionelle Holzschalungen vorgegeben sind.
Der Entwurf der Treppe erforderte eine spiralförmige Treppe und eine äußere Glasbrüstung, die in die Struktur der Treppe integriert ist. Die innere Brüstung hingegen sollte aus Beton sein und die geschwungene Form der Treppe unterstützen. Mit der Lösung von Arbloc ist dies nun gelungen.
Die Anforderung an die Baufirma bestand darin, das Design und die geforderte Formgebung getreu einzuhalten und gleichzeitig die Ästhetik des Sichtbetons zu gewährleisten. Mit traditionellen Methoden wäre es auf der Baustelle schwer möglich gewesen, die Genauigkeit und Präzision unter Einhaltung der Anforderungen an das Design zu gewährleisten, glaubt Arbloc.
Die größte Schwierigkeit bei der Konstruktion bestand darin, so Arbloc, dass in zwei Phasen betoniert werden musste. In der ersten Phase wurde die spiralförmige Grundplatte erstellt, und in der zweiten Phase die innere Brüstung hergestellt. Hierbei war das Problem eine saubere Verbindung zwischen den beiden Bewehrungen zu erstellen. Als zusätzliche Schwierigkeit kam hinzu, dass die Aussparung für das Metallprofil für die äußere Glasbrüstung in die Schalung integriert werden musste.
Die Lösung war nun das von Arbloc entwickelte System für die Treppenschalung. Die Techniker der Firma haben nicht nur eine Schalung, sondern ein wirklich innovatives System entwickelt, um die Komplexität der zu bauenden Treppe zu lösen.
Die Treppe wurde in zwei Phasen gebaut. In der ersten Phase wurde eine beschichtete Polystyrolschalung für den Bau der Wendelplatte mit groben Stufen geliefert. Die Schalung wurde für die Herstellung des Sockels und der inneren und äußeren Seitengeländer verwendet, wobei an der inneren Brüstung ein PVC-beschichtetes Einweg-Seitengeländer eingefügt wurde. Dieses Seitengeländer bot dem Bauherrn einen Vorteil: Die Seitenfräsungen waren zum Einsetzen des Eisenkorbs vorgesehen und boten nach dem Entfernen die Möglichkeit, die Bewehrungsstäbe für das anschließende Gießen der Brüstung herauszuziehen.
In der zweiten Phase wurde die beschichtete Polystyrolschaumschalung für den Bau der Brüstung geliefert. Und nach der Demontage der Innengeländer und der Einweggeländer, die die Eisen enthielten, wurde die Brüstung mit der speziell angefertigten Schalung realisiert, um die geplante Kurve einzuhalten und die dreidimensionale Form des geplanten Handlaufs zu erhalten.
An jeder Setzstufe, die aus einer 27 mm dicken Mehrschichtplatte bestand, wurde ein Durchgangsloch für die Verbindung der Schalung angebracht. Am Ende des zweiten Gusses wurde neben der Schalung für den Handlauf auch die Decke ausgeschalt. Die Treppe wurde durch Abziehen und Glätten der Stufen fertiggestellt. Die Vorteile, die das Arbloc-System dem Kunden garantierte, lag darin, dass es Präzision, Sauberkeit des freiliegenden Eisens für den Anschluss an die Brüstungsbewehrung und die Einhaltung der technischen Dicken und der erwarteten Betondeckung bot.
Ebenso glänzte Arbloc mit Projekttreue und einer glatten Oberfläche des Sichtbetons. Das entwickelte System erleichterte die Bauarbeiten nicht nur aufgrund des im Vorfeld erstellten Entwurfs, sondern auch durch die kontinuierliche Unterstützung von Technikern vor Ort während des Einsatzes der Schalung.
Auf der bauma ist das Unternehmen in Halle B3 am Stand 217 zu finden.