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"Ausbau internationaler Aktivitäten spielt wichtige Rolle"

Der Artikel beleuchtet die Herausforderungen der Bauwirtschaft in Deutschland und die Bedeutung klarer politischer Entscheidungen für Investitionen. Innovationsstrategien und Digitalisierung werden als Schlüssel zur Effizienzsteigerung hervorgehoben.

Von ABZ
Bauaussichten 2026

Auch bedingt durch eine stabile Zins- und Inflationsentwicklung deutet sich nach zwei herausfordernden Jahren eine leichte konjunkturelle Erholung in unseren Märkten an.

In Deutschland lässt das Infrastrukturpaket der Bundesregierung auf zeitnahe Ausbau- und Modernisierungsmaßnahmen für Verkehrs- und Energienetze hoffen; das Bau-Turbo-Gesetz könnte den Wohnungsbau – wenn auch auf voraussichtlich niedrigem Niveau – leicht ankurbeln. Damit geplante öffentliche Investitionen und Förderprogramme allerdings ihre Wirkung entfalten, sind klare politische Entscheidungen erforderlich: Wie können die an die Länder und Kommunen weitergegebenen Mittel schnell und unter möglichst einheitlichen Voraussetzungen genutzt werden?

Wie wird sichergestellt, dass es sich tatsächlich um zusätzliche zweckbestimmte Investitionen handelt? Nur, wenn die Mittelverteilung klar und transparent erfolgt, können Bauvorhaben priorisiert und in der Folge angegangen werden. Damit das Sondervermögen seinen maßgeblichen und dringend nötigen Beitrag zum Aufschwung der Bauwirtschaft leisten kann, sind zudem strukturelle Reformen erforderlich.

So erwarten wir von der Politik einen erkennbaren Bürokratieabbau im Bereich der Planungen, Baugenehmigungen und Vergaben. Der Entwurf des Gesetzes zur Beschleunigung der Vergabe öffentlicher Aufträge könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein. Ob jedoch bereits 2026 positive Effekte eintreten, hängt davon ab, wann das Gesetz in Kraft tritt und wie es konkret ausgestaltet ist. Denn neue Dokumentations- und Prüfaufwände können wir uns nicht leisten. Für die Zukunftssicherung des Baugewerbes braucht es aus unserer Sicht außerdem Vorgaben zur Stärkung von Nachhaltigkeit und Effizienz am Bau, unter anderem durch Digitalisierung.

Eine stärkere Orientierung an Kriterien jenseits des Preises bei der Vergabe öffentlicher Aufträge könnte beispielsweise dazu beitragen, den CO2-Fußabdruck der Branche zu senken. Wir sind seit vielen Jahren Vorreiter mit unserem Angebot an emissionsreduzierten und -freien Maschinen und Geräten in unserem Mietpark und werden unsere Bestrebungen konsequent weiter vorantreiben. Wir testen innovative marktreife Produkte – auch gemeinsam mit unseren Kunden – gezielt unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Gleichzeitig bieten wir schon seit Jahren immer mehr Lösungen für die effiziente Stromversorgung von Baustellen und damit auch für die Ladeinfrastruktur. Solange jedoch bei der Wahl der Mietgeräte neben Service und Zuverlässigkeit vor allem der Preis entscheidet, bleiben Fortschritte beim Emissionsausstoß begrenzt.

Die Baubranche belegt seit Jahren hintere Plätze in den Bereichen Digitalisierung und Effizienz. So sagt man Baustellen nur eine Produktivität von 30 bis 40 Prozent nach. Etwa ein Drittel der Zeit von Beschäftigten am Bau entfällt auf persönliche Unterbrechungen, ein weiteres Drittel auf Tätigkeiten wie Suchen, Warten, Räumen oder Transportieren. Unsere Lösungen in der Baulogistik können Effizienzhebel für die Steigerung der Produktivität am Bau sein – sei es durch die intelligente Avisierung von Lkw-Fahrten, die Bereitstellung und Organisation von Lagerflächen oder die Übernahme einer sortenreinen Mülltrennung. Gestützt werden diese Prozesse durch Tools wie unsere Software InSite 4.0, die gleichzeitig wertvolle Daten für die Planung künftiger Projekte generiert.

Die Weiterentwicklung dieser digitalen Werkzeuge und Leistungen wird uns auch 2026 intensiv begleiten. Gleichzeitig muss die Digitalisierung auch branchenweit voranschreiten, etwa durch den verstärkten Einsatz von Lean Management oder BIM und die Einigung auf verbindliche Standards. Um diesen Weg in die Zukunft aktiv mitzugestalten, engagieren wir uns in zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsprojekten wie Construct-X. Obwohl das Jahr 2026 sicherlich keine Rückkehr auf ein Vorkrisen-Niveau bringen wird, blicken wir optimistisch nach vorne und auf die Chancen und Potenziale, die sich bieten.

Unabhängig von allen bestehenden oder sich ändernden Rahmenbedingungen werden wir dank unserer Offenheit Veränderungen gegenüber, unserer eigenen Operational Excellence und mit dem besten Team der Branche die Partnerschaft mit unseren Kunden weiter stärken und deren Customer Journey optimieren. Eine wichtige Rolle wird zudem der Ausbau unserer internationalen Aktivitäten spielen.

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