Berlin (ABZ). – "Der heute beschlossene Entwurf zur Novellierung des Baugesetzbuches beweist, dass gut gemeint noch nicht ausreichend ist. Der Wohnungsbau und mit ihm hunderttausende Mieterinnen und Mieter warten auf den großen Wurf, der ausreichend Wohnraum schafft.
Der Entwurf, den das Kabinett heute verabschiedet hat, schafft aber leider nicht umfänglich, was für den Markt dringend notwendig wäre", erklärte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), anlässlich der Verabschiedung der Baugesetzbuch-Novelle im Kabinett vor einigen Tagen. "Dabei steuern wir auf das schwächste Genehmigungsniveau seit dem Jahr 2010 zu", sagte Müller.
Auch im Juni sei die Zahl der genehmigten Wohnungen erneut zweistellig zurückgegangen, zum 21. Mal in Folge. Positiv sei, dass die Bundesregierung den Empfehlungen des Verbands für einfacheres Bauen, wie etwa die für den Flüchtlingsbau geschaffenen Sonderregeln auf den Mietwohnungsbau auszuweiten, gefolgt sei. "Hier wäre eine Entfristung nach 2027 sinnvoll."