Berlin (ABZ). – Seit 125 Jahren repräsentiert der ursprünglich als Deutscher Gipsverein gegründete Bundesverband der Gipsindustrie e. V. die sowohl von mittelständischen als auch von großen Unternehmen geprägte Branche mit etwa 6000 Mitarbeitern. Als sich im September 1899 in Kassel 25 Vertreter gipsabbauender und gipsherstellender Unternehmen trafen, um auf Anregung der damaligen Reichsregierung den "Deutschen Gipsverein" zu gründen, legten sie nach Angaben des Bundesverbandes den Grundstein für den Erfolg des Baustoffs Gips.
Seitdem hat sich der Baustoff in der Bauindustrie insbesondere im Innenausbau mit moderner Trocken- und Leichtbauweise. Gipsplatten, Gipsfaserplatten oder Gipswandbauplatten bewährt. Gips wurde im Laufe der Jahrzehnte immer weiterentwickelt und ermöglicht heute nach Meinung des Verbandes einen technisch hochwertigen und nachhaltigen Innenausbau mit hohen Anforderungen an Sicherheit und Gesundheit. Auch in Außenbereichen können speziell dafür entwickelte Gipsplatten mittlerweile eingesetzt werden.
Der moderne, mehrgeschossige Holzbau wird erst durch den Einbau von Gipsfaserplatten möglich und modernen Schall- sowie komplexen Brandschutzanforderungen gerecht. Das Spektrum der Möglichkeiten wird ergänzt durch Gipsputze und Gipsspachtel für das hochwertige und robuste Flächenfinish. Calciumsulfat-Fließestriche zeichnen sich durch eine hohe Leistungsfähigkeit aus. Heute sind im Bundesverband der Gipsindustrie elf Unternehmen organisiert, die im Jahr 2022 insgesamt 7,1 Millionen Tonnen Gipsrohstoffe verarbeitet haben. Aus dem deutschen Bauwesen, das bis zu 75 Prozent seiner Werkstoffe aus mineralischen Rohstoffen bezieht, ist der Rohstoff Gips nach Ansicht des Verbandes nicht wegzudenken.