Duisburg (ABZ). – Die Kliemt-Gruppe ist mit der Sanierung und Rückverlegung des Deiches in Duisburg-Mündelheim beauftragt. Das Projekt umfasst den Neubau eines Drei-Zonen-Deiches auf einer Länge von etwa 450 m.
Die Umsetzung erfolgt in zwei Schritten: Zunächst wurde der vorhandene Alt-Deich vollständig abgetragen und im Baufeld zur Wiederverwertung zwischengelagert. Derzeit wird der neue Deich errichtet. Durch die Rückverlegung entsteht zusätzlicher Retentionsraum, um Hochwasser aufzunehmen. "Der neue Deich in Duisburg ist eine Standard-Konstruktion, er besteht aus drei Zonen: dem Stützkörper, einer Dichtschürze und einem Dränkörper", erklärt Denis Sowa, Geschäftsführer der Gerhard Kliemt GmbH & Co.
Der Stützkörper sei nur gering wasserdurchlässig und maßgeblich für die Standfestigkeit des Deiches verantwortlich. Die Dichtschürze auf der Wasserseite vermindere beziehungsweise verlangsame das Eindringen von Wasser in den Deichkörper. Der Dränkörper auf der Landseite bestehe aus wasserdurchlässigem Material, um den Deichkörper gezielt zu entwässern. Ein Deich dient nicht dazu, das Wasser komplett abzuhalten, sondern kontrolliert zu leiten beziehungsweise sickern zu lassen. Diese kontrollierte Sickerung ist wichtig, um das Aufweichen des Deichkörpers zu verhindern und die Stabilität des Deiches zu gewährleisten.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat nach der Flutkatastrophe 2021 mehr als 400 Millionen Euro Aufbauhilfe geleistet. Zusätzlich wurden bisher 390 Millionen Euro für den Hochwasserschutz investiert. Ein Drittel der Summe wurde für Deichsanierungen, Regenrückhaltebecken und mobile Schutzwände eingesetzt.
Besondere Herausforderungen bei dem Duisburger Projekt waren nach Unternehmensangaben die kurze Ausführungsdauer, die exakte Einhaltung des Qualitätssicherungsplans und die intensive Arbeitsvorbereitung. Letztere umfasste die Planung der Baustelleneinrichtung und die Erstellung eines Verkehrs- und Logistikkonzepts.