Wien/Österreich (ABZ). – Planungsbüros verschwenden nach Angaben von Die Werkbank IT jährlich bis zu 7000 Arbeitsstunden mit der Suche nach Geometriedaten und manuellen Updates. Das Unternehmen hat nun eine Lösung für dieses Problem entwickelt: ein zentrales Geometriemanagement, das in die BIM-Bibliothekssoftware cockpit.planner integriert wurde.
Die neue Funktion soll Planenden aus Architektur und Fachplanung die vollständige Kontrolle über ihre CAD-Geometrien geben – mit intelligentem Versionsmanagement, automatisierten Update-Hinweisen und bedarfsgerechter Datenauslieferung direkt in die Systeme ArchiCAD und Revit.
Das Problem ist laut einer von Die Werkbank IT zitierten McKinsey-Analyse gravierend: Planende verbringen demnach bis zu 30 % ihrer Zeit mit nicht wertschöpfenden Tätigkeiten wie Datenmanagement. Eine Studie der University of Cambridge belegt zudem, dass Architekturbüros mit zehn Mitarbeitern jährlich bis zu 7000 Arbeitsstunden durch veraltete Datenworkflows verlieren. Fehlerhafte oder veraltete Daten verursachen laut RIBA-Studien 12-15 % Mehrkosten pro Projekt.
"Ein typischer Workflow-Killer: Der Projektleiter ruft an und teilt mit, dass sich bei der Fassadenplanung die Fensterbreite ändern muss – natürlich für alle drei laufenden Projekte, in denen dieses Fenster verwendet wird", beschreibt Robin Schild, Product Manager bei Die Werkbank IT. "Was folgt, kostet Stunden: In welchen Projekten ist diese Geometrie verbaut? Welche Versionen sind aktuell?"
Das neue zentrale Geometriemanagement im cockpit.planner soll diese Herausforderungen durch eine Kombination aus zentraler Datenhaltung und bedarfsgerechter Auslieferung lösen. Planende können ihre eigenen Geometrie-Kreationen dezentral in der CAD-Software vornehmen, sie zum zentralen BIM-Cockpit zurückspielen, dort verwalten und projektübergreifend nutzen.
Das System unterscheidet sich laut Hersteller von herkömmlichen Bibliothekslösungen durch drei Kernfunktionen: ein intelligentes Versionsmanagement, das bei Aktualisierungen automatisch Hinweise an alle betroffenen Projekte sendet; eine bedarfsgerechte Datenauslieferung, die die getrennte Verwaltung von Geometrien und alphanumerischen Informationen ermöglicht; sowie eine LOG-, LOI- und LOIN-Steuerung für verschiedene Detaillierungsgrade.
Ein technischer Durchbruch sei die getrennte Verwaltung von Geometrie und alphanumerischen Daten. "Das löst das zentrale Spannungsfeld zwischen Datenqualität und Modellperformance", erklärt Schild. "Große, detailreiche Geometrien verlangsamen CAD-Programme erheblich. Mit dem cockpit.planner setzen Planende Detaillierung genau dort ein, wo sie benötigt wird."
Die praktischen Auswirkungen des zentralen Geometriemanagements hat Die Werkbank IT durch Branchenstudien belegt. Der National BIM Report 2023 zeige, dass zentrale BIM-Lösungen eine Reduktion des Datenmanagement-Aufwands um bis zu 70 % ermögliche. "Erfahrungsberichte zu vergleichbaren Systemen belegen eine Halbierung des Verwaltungsaufwands für Bibliotheken und Geometrien", berichtet Schild.
Das zentrale Geometriemanagement ist nach Angaben des Anbieters ab sofort für alle cockpit.planner-Nutzer verfügbar und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Für Planungsbüros, die noch nicht mit strukturierten BIM-Bibliotheken arbeiten, bietet Die Werkbank IT einen Library-Setup-Service an.