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Biomasseheizwerk in Hüllhorst senkt CO₂-Emissionen um mehr als 70 Prozent

Das neue Biomasseheizwerk von Velux Commercial in Hüllhorst nutzt Holzabfälle, um jährlich 12.500 MWh Erdgas zu ersetzen und die CO₂-Emissionen um über 70 Prozent zu reduzieren.

Von ABZ
JET Formteile Biomasseheizwerk in Hüllhorst
Michael Kasche (Bürgermeister Gemeinde Hüllhorst, v.l.), Thomas Gottschalk (Bezirksregierung Detmold), Kim Jonas (Director Global Energy & Climate Velux), Berkant Ayar (JET-Formteile), Jürgen Danielmeier (technische Leitung JET–Formteile), Birgit Arnold, (Bezirksregierung Detmold), Robert Wiehofsky (Geschäftsführer Podufal Wiehofsky), Thomas Schmidmeier (Geschäftsführer Schmidmeier Naturenergie), Malte Gerling (Geschäftsführer Horstmann Tiefbau), Ferdinand Schmidmeier (Geschäftsführer Schmidmeier Naturenergie), Bart Goetzee (CEO Velux Commercial) und Dirk Brakemann (Leitung Geschäftsbereich JET-Formteile) freuen sich über das neue Biomasse-Heizwerk am Standort Hüllhorst. | Fotos: Velux Commercial

Hüllhorst (ABZ) | Velux Commercial nimmt am Standort JET Formteile in Hüllhorst ein neues Biomasseheizwerk in Betrieb. Die Anlage wird mit Holzabfällen betrieben und soll jährlich 12.500 MWh Erdgas ersetzen. Nach Unternehmensangaben lassen sich dadurch die Netto-CO2-Emissionen um rund 2.400 Tonnen pro Jahr reduzieren. Die CO2-Emissionen des Werks sollen damit um mehr als 70 Prozent sinken.

JET Formteile gehört zur Velux Commercial GmbH & Co. KG und zur Velux Gruppe. Das Unternehmen produziert Schaumstoffformteile und EPS-Lösungen für technische Anwendungen, darunter Dämmkomponenten für Dachfenster und Tageslichtlösungen von Velux Commercial. Das neue Heizwerk soll einen Teil des bislang durch fossile Brennstoffe gedeckten Energiebedarfs ersetzen.

Die Anlage verfügt über eine thermische Leistung von 4.000 kW. Sie erzeugt Prozessdampf für die EPS-Produktion, der über eine 160 m lange Rohrbrücke zu den Produktionsanlagen transportiert wird. Zusätzlich versorgt das Heizwerk die Büros und Produktionsbereiche am Standort Hüllhorst mit Wärme.

Das Projekt ist Teil der Bemühungen von Velux Commercial, die Emissionen im eigenen Betrieb zu reduzieren. Nach Unternehmensangaben war für die Umsetzung eine enge Abstimmung am Standort sowie die Zusammenarbeit mit Kommunen und politischen Entscheidungsträgern erforderlich.

»Das Biomasse-Heizwerk ist ein wichtiger Schritt zur Senkung der CO2-Emissionen und liefert Prozess- und Wärmeenergie. Ein Projekt dieser Größenordnung umzusetzen, erforderte eine enge Abstimmung am Standort und eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Kommunen und der Politik. Ihre Unterstützung war wichtig, um die Umsetzung zu ermöglichen«, sagte Dirk Brakemann, Geschäftsbereichsleiter bei JET Formteile und mitverantwortlich für das Biomasse-Heizwerkprojekt.

Die vollständige Inbetriebnahme des Biomasseheizwerks ist nach Unternehmensangaben bis Mitte November 2026 vorgesehen.

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