Frankfurt am Main (dpa). – Fehlende Neuaufträge lassen die Produktion der deutschen Maschinenbau-Industrie auch längerfristig schrumpfen. Der Branchenverband VDMA erwartet auch für das Jahr 2024 einen realen Produktionsrückgang von 2 Prozent, wie er jetzt in Frankfurt mitteilte. Für das laufende Jahr hält der Verband an seiner Prognose fest, die einen Rückgang um ebenfalls 2 Prozent vorsieht. Die Schwächephase der Weltwirtschaft sei in Dauer und Intensität nicht einschätzbar, erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Im In- und Ausland fehlten die Impulse für eine kräftige Belebung des Geschäfts. Dazu kämen Inflation, straffe Geldpolitik, der Ukraine-Krieg und die anhaltenden geopolitischen Spannungen sowie die Diskussion um wettbewerbsfähige Standortbedingungen. "All das ist ungeeignet, bei den Investoren Zuversicht zu stiften und eine Aufbruchstimmung zu schaffen", beschreibt Wiechers die Lage. Die Unternehmen profitierten bislang noch von Auftragspolstern, die in den ersten sieben Monaten einen Produktionszuwachs von real 1,7 Prozent ermöglicht hätten.
dpa
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