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50 Ziegelbauwerke sind nominiert

50 Ziegelprojekte aus 21 Ländern sind für den "BRICK AWARD 26" nominiert, darunter Gebäude in Iran, Bangladesh, China, Europa, USA und Australien.

Von ABZ
"BRICK AWARD 26"
Die "Shafagh Tomb" im Iran. | Foto: 35-51 Architecture office

Wien/Österreich (ABZ). – Die Vorauswahl für den internationalen "BRICK AWARD 26" steht fest. 50 Projekte aus 21 Ländern wurden aus 849 Einreichungen von einer Fachjury ausgewählt. Der Architekturpreis würdigt alle zwei Jahre herausragende Bauwerke aus Ziegel und keramischen Bauprodukten.

Der seit 2004 verliehene "BRICK AWARD" wird von der Firma Wienerberger ausgerichtet, jedoch unabhängig durchgeführt. Die Verwendung von Wienerberger-Produkten ist laut Veranstalter keine Voraussetzung für die Teilnahme und kein entscheidender Faktor im Auswahlverfahren. Alle 50 nominierten Projekte werden einen Platz im "BRICK 26 Book" erhalten.

Der Award wird in fünf Kategorien verliehen: "Sich zu Hause fühlen" (Einfamilienhäuser und kleine Projekte), "Zusammenleben" (städtische Wohnsiedlungen), "Zusammenarbeiten" (Gewerbe- und Industriegebäude) und "Gemeinsame Nutzung öffentlicher Räume" (öffentliche Gebäude und Räume) sowie "Bauen außerhalb der Norm" (Innovation).

Die Vorauswahl wurde von einer Fachjury getroffen, bestehend aus dem Journalisten und Autor Wojciech Czaja, der Keramikkünstlerin, Designerin und Architektin Maria Gasparian sowie Spela Kuhar, Architektin und Gründerin des Zentrums für Architektur in Slowenien. Zu den diesjährigen Jurymitgliedern gehören Gabriela Carrillo (Co-Gründerin von Colectivo C733), Christine Conix (Co-Gründerin von Conix RDBM), Jens Linnet (Co-Gründer von Bogl), Traudy Pelzel (Co-Gründerin von Map studio) und Eduardo Mediero (Gründer von Hanghar). Zu den nominierten Beiträgen gehört das "Shafagh-Grabmal" in Ardakan, Iran, das sich durch eine umgekehrte Kuppel und frei über die Oberfläche fließende Inschriften auszeichnet. In Bangladesch wurde die "Aga Khan Academy" in Dhaka nominiert – eine Reihe vierstöckiger, mit Ziegeln verkleideter Gebäude, die um grüne Außenbereiche angeordnet sind. Aus China stammt das "UCCA Clay Museum" in Yixing von Kengo Kuma and Associates, dessen Dach durch eine Reihe von Gipfeln geprägt ist, die auf den nahe gelegenen Berg Shushan verweisen. Das Gerüst wurde mit 3600 handgefertigten Keramikfliesen in dunklen und hellen Brauntönen verkleidet.

In Europa hat das niederländische Architekturbüro Studio RAP eine wellenförmige Fassade entworfen, die vollständig mit 3D-gedruckten Keramikfliesen verkleidet ist und an die historische Einkaufsstraße Hooftstraat in Amsterdam grenzt. In Deutschland wurden für die Fassade der Anlagengebäude des Heizkraftwerks Leipzig glasierte Platten mit einer feinen, unregelmäßigen vertikalen Struktur verwendet. Aus den USA wurde das "64 University Place" nominiert, ein elfstöckiges Wohngebäude in Greenwich Village, New York, das sich durch seine handverlegte Ziegelfassade, Bogenfenster und ein Gitter aus Pilastern auszeichnet. In Australien wurden laut Angaben des Veranstalters schätzungsweise 25.000 Ziegelsteine in die Fassade des "Melbourne Holocaust Museum" integriert. Die feierliche Preisverleihung findet am 11. Juni 2026 in Wien statt.

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