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"Eco-Box" soll Hochbau voranbringen

Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert das Holzmodulbausystem "Eco-Box" von Züblin und der Hochschule Stuttgart mit 718.000 Euro zur nachhaltigen Hochbauentwicklung.

Von ABZ
Bundeslandwirtschaftsministerium fördert Holzmodulbausystem
Bundeslandwirtschaftsministerium fördert das Projekt "Eco-Box" (v. l.): Dr. Marco Xaver Bornschlegl (Zentralbereichsleiter Strabag Innovation & Digitalisation), Prof. Dr. Katja Rade (Rektorin der Technischen Hochschule Stuttgart), Cem Özdemir (Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft) und Markus Landgraf (Züblin Vorstandsmitglied). | Foto: Strabag

Stuttgart (ABZ). – Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert das von Züblin und der Hochschule für Technik Stuttgart aufgesetzte Projekt zum Holzbausystem "Eco-Box" mit insgesamt 718.000 Euro, das teilte das Bauunternehmen nun mit. Die Förderung ist Teil des Programms "Nachwachsende Rohstoffe".

Ziel des Projekts "Eco-Box" ist die marktreife Entwicklung eines Raummodulsystems für den mehrgeschossigen Hochbau. Es soll die architektonische Vielfalt und Variabilität unter Berücksichtigung der Standortfaktoren sowie der gebäudeinternen Struktur zulassen. Zudem solle Nachhaltigkeitsaspekten im Materialeinsatz und im Bauprozess Rechnung getragen werden.

"Es braucht innovative Projekte wie Eco-Box, die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit auf so hervorragende Weise zusammenbringen", betonte Bundesminister Cem Özdemir während der Übergabe des Förderbescheids. Das Bauen mit vorgefertigten Elementen werde oft als Modulbauweise bezeichnet, weil die Vorfertigung im Bauwesen bislang überwiegend einzelne Bauteile wie zum Beispiel Decken, Stützen oder Wände im Rohbau betreffe. Auch im Holzbau werden vorgefertigte Decken- oder Wandelemente oft als Module bezeichnet. Es können aber auch ganze Raummodule als vorgefertigte Räume in der Werkhalle produziert und zur Baustelle transportiert werden. Im Rahmen des Projekts "Eco-Box" soll das Bauen mit Holzhybrid-Raummodulen umgesetzt werden.

Die Innovation der "Eco-Box" nach dem Baukasten-Prinzip besteht in der Trennung des Modulsystems in ein Primär- und ein Sekundärtragwerk. Das Primärtragwerk bildet eine Rahmung aus Stahlbeton, das Sekundärtragwerk die sogenannten "Eco-Boxen". Diese werden nicht aufeinandergestapelt, sondern wie Schubladen in ein ausgesteiftes Regalsystem geschoben. Die Boxen können perspektivisch einzeln für kleine Apartments oder kombiniert für größere Wohn- oder Büroeinheiten verwendet werden.

Eine Möglichkeit preiswerten und zugleich attraktiven Wohnraum zu schaffen, böte die modulare Bauweise. Nachhaltige Bauwerke müssten nicht nur umweltfreundlich und ressourcenschonend, sondern auch wirtschaftlich effizient konzipiert, umgesetzt und betrieben werden. Der ausschlaggebende Vorteil der modularen Bauweise liegt laut Züblin in einem hohen Vorfertigungsgrad durch eine Verlagerung in die stationäre Produktion. Dies führt zu einer erheblichen Zeitersparnis im Bauablauf und verminderten Lärm-, Vibrations- und Staubbelastung, was sich konkret in den Kosten, zum Beispiel bei der Baustelleneinrichtung niederschlägt.

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