Berlin (ABZ). – Bahnchef Richard Lutz muss vorzeitig gehen. Der 61-Jährige soll den Konzern nur noch so lange führen, bis ein Nachfolger gefunden wurde, wie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) vor Kurzem mitteilte.
Der Vertrag von Lutz läuft eigentlich noch bis 2027. Der Bahnchef gilt aber schon seit Monaten als angezählt – zu groß ist die wirtschaftliche und betriebliche Krise, in der die Bahn seit Jahren steckt. Eine Bahn-Sprecherin teilte mit: "Dr. Richard Lutz wird weiterhin geschäftsführend zur Verfügung stehen, bis die Nachfolge an der Spitze der Deutschen Bahn AG geregelt ist."
Unter der Führung von Lutz schlitterte die Bahn von einer Negativ-Schlagzeile zur nächsten, immer wieder forderten politische Entscheidungsträger auch die Zerschlagung des Konzerns. Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag eine Neuaufstellung des Aufsichtsrats und des Bahn-Vorstands angekündigt," mit dem Ziel, mehr Fachkompetenz abzubilden und eine Verschlankung zu erreichen". Das solle nun geschehen.