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Mineraldämmung für Außenwände

Die Stadt Solingen und ein Investor sanieren zwei historische Gebäude der ehemaligen Rasspe-Schneidwarenfabrik. Die Modernisierung nutzt Mineraldämmung für Energieeffizienz.

Von ABZ
Denkmalgerecht, effizient und wohngesund
Das Multipor Paket umfasste 400 m² Laibungsplatten Multipor Reveal, 9 t Multipor Leichtmörtel (FIX X710), Multipor Armierungsgewebe, Schienen, Profile sowie Multipor Hanf-Filz-Dämmstreifen für die Entkoppelung angrenzender, nicht massiver Bauteile. | Foto: Xella Deutschland

Solingen (ABZ). – Seit 2019 reaktiviert die Wirtschaftsförderung Solingen die Industriebrache an der Straße "Stöcken 17" als Gewerbegebiet. Von 1865 bis 2009 produzierte dort die Schneidwarenfabrik "P.D. Rasspe Söhne". Auf dem heute bauvorbereiteten Areal können nun bis zu 16 Firmen Flächen erwerben und investieren.

Gemeinsam mit einem Investor treibt die Stadt hier zudem die Sanierung zweier Bestandsgebäude voran. Den Anfang macht die ehemalige, nicht denkmalgeschützte, Rasspe-Lehrwerkstatt. Der Dreigeschosser wird für 4,5 Millionen Euro zum "Effizienzhausstandard 40 NH" ausgebaut. Dann soll mit rund 14 Millionen Euro die Modernisierung des denkmalgeschützten Rasspe-Verwaltungsgebäudes folgen. Zentrale Maßnahme für beide Projekte ist die Innendämmung mit dem Multipor Mineraldämmsystem von Xella Deutschland.

Die Lehrwerkstatt besteht aus einem Untergeschoss mit 5 m hohen Decken, das zu einem Event-Saal im Industrie-Chic umgebaut wird. Ein nur 60 m² großes Erdgeschoss soll Kleingastronomie aufnehmen. Das 1. Obergeschoss werden der Investor und die Wirtschaftsförderung der Stadt Solingen beziehen. Die 2. Etage wird die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit Büros belegen.

Das Gebäude wurde in Teilen zurückgebaut und erhielt ein neues Treppenhaus mit Aufzug. Vor allem aber soll das Haus energetisch höchste Standards erfüllen. "Wir erhalten KfW-Förderung, denn wir erreichen den Standard eines Effizienzhaus 40 EE. Um die zum Teil über 100 Jahre alte, detailreich gestaltete Industriefassade erhalten zu können, haben wir uns für die Innenwanddämmung entschieden. Und dazu verwenden wir Multipor Mineraldämmplatten", weiß Sven Heyden, Geschäftsführer der BAUCONZEPT Real Estate GmbH. Seit 2022 managt er für den Investor BCRE Grundbesitz III GbR die Entwicklung des Industriegebäudes.

Seit Juli 2023 ist Malermeister Paul Kissling mit fünf Kollegen in der Lehrwerkstatt nun im Einsatz. "Wir mussten gut 700 Quadratmeter Wandfläche bearbeiten. Dafür haben wir hier 120 Millimeter starke Multipor Platten sowie umlaufend auf 400 Meter Fläche an allen Decken und Betonträgern noch einmal 60 Millimeter dicke Platten zur Flanken- und Anschlussdämmung verwendet", berichtet er.

Jürgen Hövelmann, Gebietsleiter Multipor bei Xella Deutschland für das Ruhrgebiet und Nordhessen, lieferte hierfür 25 m³ Multipor Mineraldämmplatten (TIPwall) in 60 mm sowie 80 m³ TIPwall in 120 mm Plattenstärke.

Darüber hinaus umfasste das Multipor Paket 400 m² Laibungsplatten Multipor Reveal, 9 t Multipor Leichtmörtel (FIX X710) – zur Verklebung und Gewebespachtelung von Dämmplatten, Multipor Armierungsgewebe, Schienen, Profile sowie Multipor Hanf-Filz-Dämmstreifen für die Entkoppelung angrenzender, nicht massiver Bauteile.

Die Multipor Mineraldämmplatten werden aus Kalk, Sand, Wasser, Zement sowie einem Porenbildner hergestellt. Der Dämmstoff sorgt in dieser Zusammensetzung für angenehme Innenraumtemperaturen und gutes Raumklima, erklärt der Hersteller. Die Platten sind kapillaraktiv. Sie nehmen überschüssige Luftfeuchtigkeit auf, puffern sie und geben Restfeuchte wieder ab, wenn das Feuchteniveau im Raum gesunken ist. Diese besondere Eigenschaft verhindert die Entstehung von Schimmel und sorgt für gesunde Luftverhältnisse in den Räumen.

Malermeister Kissling schätzt zudem die Vorteile von Multipor bereits in der Anwendung. "Die Platten sind leicht. Den Kleber kann man einfach anrühren", erklärt er die Verarbeitung. Die Sanierung am zweiten Gebäude auf dem Solinger Gewerbegelände wird er 2024 fortführen.

Für ihn sind diese Arbeiten auch eine Ehrensache, mit der sich ein historischer Kreis schließt: Schon vor gut 90 Jahren hatte sein Großvater Paul Kissling mit dem heutigen Malerbetrieb für die Rasspes gearbeitet.

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