Görlitz (dpa). – Die Züge auf der Strecke Berlin–Cottbus–Weißwasser–Görlitz sollen künftig schneller fahren. Dafür soll der Streckenabschnitt Cottbus–Weißwasser–Görlitz zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden.
Eine entsprechende Vereinbarung über die Planung für dieses Ausbauprojekt und eine Reihe weiterer haben Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und der DB-Vorstandsvorsitzende Richard Lutz in Görlitz unterzeichnet, teilt die DB mit.
Laut Angaben einer Sprecherin der Bahn wird ein Baubeginn den 30er-Jahren anvisiert. "Strukturwandel im Zeichen des Klimaschutzes erfordert konkrete Angebote und Perspektiven für die vom Wandel am stärksten betroffenen Regionen", sagte Wissing. DB-Vorstandsvorsitzender Lutz ergänzte, die Elektrifizierung und der zweigleisige Ausbau der Strecke Cottbus–Görlitz sowie die weiteren Ausbauprojekte, deren Planung angegangen werde, seien ein wichtiger Beitrag zu einem gelingenden Strukturwandel.
Die Streckengeschwindigkeit werde sich auf 160 Kilometer pro Stunde erhöhen. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach von einer Verkürzung der Reisezeit von heute drei Stunden auf künftig etwas mehr als anderthalb Stunden. "Es ist das größte Infrastrukturprojekt im gesamten Strukturwandel", sagte er. Gemeinsam mit dem Land Brandenburg investiere Sachsen 1,8 Milliarden Euro aus dem Strukturwandelgeld.