Berlin/Tokio (ABZ) | Deutschland und Japan wollen bei der Versorgung mit kritischen Rohstoffen enger zusammenarbeiten. Dazu unterzeichnete Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, während der Japanreise des Bundeskanzlers eine gemeinsame Absichtserklärung mit dem japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI). Ziel ist es laut Bundeswirtschaftsministerium, verlässliche und diversifizierte Rohstofflieferketten aufzubauen und die Versorgung der Industrie beider Länder langfristig abzusichern.
Die Zusammenarbeit soll unter anderem gemeinsame Abnahmevereinbarungen, Kofinanzierungen und Maßnahmen zur Stärkung der Lieferketten umfassen. Damit soll die deutsche und japanische Industrie stärker bei der Rohstoffbeschaffung kooperieren können. Vorgesehen ist auch, neue Rohstoffprojekte in Drittstaaten gemeinsam zu finanzieren und umzusetzen.
Rouenhoff betonte die Bedeutung internationaler Kooperation angesichts wachsender Unsicherheiten bei der Rohstoffversorgung. Deutschland und Japan könnten dabei ihre Rohstoffnachfrage und Finanzierungsinstrumente zusammenführen. Die Partnerschaft soll nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums die Entwicklung und Realisierung von Rohstoffprojekten unterstützen und die Versorgung beider Länder mit wichtigen Rohstoffen verlässlicher gestalten.