München (ABZ). – Im Münchener Stadtteil Allach ist auf dem Gelände des ehemaligen Diamalt-Werkes ein neues Stadtquartier für rund 1500 Bewohnerinnen und Bewohner entstanden. Die denkmalgeschützten Bestandsgebäude wurden in die Planung integriert und bilden heute das identitätsstiftende Zentrum des Quartiers.
Die städtebauliche Neuordnung öffnet laut Angaben des Investors bestehende Blockstrukturen, stärkt Wegeverbindungen und schafft eine kleinteilige Abfolge von Höfen und Plätzen. Ein zentraler Quartiersplatz mit Spielbereichen und Sitzgelegenheiten vernetzt die Gebäude visuell und funktional. Der Freiraum, gestaltet von Pangratz & Keil Landschaftsarchitekten aus München, verbindet historische Bausubstanz mit neuen Wohnbauten und differenziertem Grün. Unterschiedliche Beläge und Höhenstaffelungen gliedern die Flächen und schaffen klare Adressen.
Ein prägendes Element der Architektur ist die Fassadengestaltung. SSK Architekten wählten schlanke Klinker-Riemchen von Gima im Format 240 x 15 x 52 mm, die die horizontale Ausrichtung der Baukörper hervorheben und den industriellen Charakter des historischen Ensembles aufgreifen. Eine besondere Lösung sei die "Spanische Wand", die Blickbeziehungen ermöglicht und gleichzeitig Bereiche wie Spielzonen abgrenzt.
Vor den Gebäuden kontrastiert im Fischgrätverband verlegter Pflasterklinker in der Farbe Granat FKS im Format 390 x 71 x 115 mm mit den hellen Fassadenflächen in Passo FK. Dieser Materialeinsatz schafft nach Herstellerangaben ein robustes, zugleich gestalterisch einheitliches Erscheinungsbild, das Innenhöfe und Wege prägnant fasst. Die Gima-Pflasterklinker verbinden laut den Verantwortlichen gestalterische Prägnanz mit hoher Widerstandsfähigkeit und tragen wesentlich zur Identität des Quartiers bei.
Ihr historisch anmutender Charakter schlage demnach die Brücke zur Industriearchitektur, während ihre Dauerhaftigkeit und Pflegeleichtigkeit den Anforderungen moderner Wohn- und Freiräume gerecht werden sollen.
Das rund 70.000 m² große Areal bietet neben 721 Wohnungen auch gewerbliche und soziale Nutzungen sowie gemeinschaftliche Grünflächen. Mit dem Diamaltpark ist ein Quartier entstanden, das industrielle Vergangenheit, sorgfältig abgestimmte Materialität und zeitgemäße Wohn- und Freiraumqualitäten miteinander verbindet.