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Porr treibt Kraftwerksumbau voran

Porr modernisiert das Rudolf-Fettweis-Werk zu einem Pumpspeicherkraftwerk. Ein Meilenstein: Der Energieableitungsstollen ist mit der Kaverne verbunden. Fertigstellung ist 2027.

Von ABZ
Durchbruch gelungen
Der Energieableitungsstollen ist nun nach Angaben von Porr vollständig mit der Kaverne verbunden. | Foto: Porr

Forbach(ABZ). – Der Baukonzern Porr führt nach eigenen Angaben im Auftrag der EnBW Energie Baden-Württemberg AG den Umbau des Rudolf-Fettweis-Werks (RFW) Forbach durch.

Ziel ist es demnach, das bestehende Speicher- und Laufwasserkraftwerk in ein modernes Pumpspeicherkraftwerk zu verwandeln. Nachdem im September 2024 der Zufahrtsstollen planmäßig die Kraftwerkskaverne erreicht hatte, wurde diese nun mit dem Energieableitungsstollen verbunden, wie das Unternehmen mitteilt. Die Arbeiten werden von dem Bereich Tunnelbau ausgeführt.

Pumpspeicherkraftwerke werden bereits seit mehr als 100 Jahren zur Energiespeicherung genutzt. Laut Porr rücken sie angesichts der Energiewende wieder verstärkt in den Fokus, da sie eine flexible und nachhaltige Lösung für die Stromversorgung bieten. Die EnBW treibe diesen Ausbau aktiv voran.

Am 13. Januar 2025 wurde nach eigenen Auskünften ein Meilenstein in der Bauphase erreicht: Der Energieableitungsstollen ist nun vollständig mit der Kaverne verbunden. Der Vortrieb des Energieableitungsstollens in Richtung Kaverne habe am 10. August 2024 an der Verzweigung mit dem Zufahrtsstollen begonnen. Seit Anfang Januar soll zusätzlich im Gegenvortrieb von der Kaverne aus gearbeitet worden sein, um die Verbindung herzustellen. Die letzten zwei Meter Gestein wurden laut Porr durch eine gezielte Sprengung entfernt.

Neben dem Energieableitungsstollen arbeitet das Team des Bereichs Tunnelbau aktuell an den Vortrieben der Nebenstollen. Bis Februar 2025 sollen außerdem die Schalungs-, Bewehrungs- und Betonarbeiten für die Kranbahnbalken in der Kaverne abgeschlossen werden. Ein weiterer zentraler Schritt ist der Ausbruch der Kaverne in die Tiefe, so der Konzern.

Auch der Bereich Spezialtiefbau ist aktuell beteiligt. In der Kalotte der Kavernen wird nach eigenen Angaben eine Rückverankerung für die Kranbahn sowie für das Auflager der Kavernen- beziehungsweise Kraftwerksdecke hergestellt. Das Team des Spezialtiefbaus installiert hier 52 vierlitzige Daueranker mit doppeltem Korrosionsschutz.

Das Pumpspeicherkraftwerk soll bis 2027 in Betrieb genommen werden.

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