München (ABZ). – Allplan hat die Produktversionen 2026 seiner BIM-Software auf den Markt gebracht.
Die neuen Funktionen sollen laut den Verantwortlichen die Produktivität, Genauigkeit und Nachhaltigkeit über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg verbessern. Die Software richtet sich an Architekten, Ingenieure, Fertigteilhersteller und Bauunternehmer.
Das Münchener Unternehmen, das zur Nemetschek Group gehört, hat den Fokus auf Modernisierung, Automatisierung und Integration gelegt. Die Software soll nahtlose Prozesse von der Gebäude- und Infrastrukturmodellierung über die Planung und Detaillierung bis zur Ausführung ermöglichen.
"Mit Allplan 2026 liefern wir Lösungen, die Automatisierung, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit in der gesamten AEC-Branche effizient verbinden", sagt Eduardo Lazzarotto, Chief Product & Strategy Officer bei Allplan.
Mit der Integration von Preoptima CONCEPT können Anwender nach Firmenaussage Massenmodelle direkt aus Allplan exportieren, um eine frühzeitige CO2-Bewertung durchzuführen. Dies soll bereits in frühen Projektphasen ohne detailliertes BIM-Modell möglich sein. Die Software ermöglicht die Bewertung des CO2-Verbrauchs während des Betriebs und über den gesamten Lebenszyklus. Die Integration von GeoPackage DataExchange soll Architekten, Ingenieuren und Stadtplanern den Zugriff auf GIS-Daten aus allen EU-Ländern ermöglichen. Ein neuer KI-Assistent, verfügbar über die Connect-Plattform, liefert laut Allplan Anleitungen zu Workflows, AEC-Standards und Best Practices. Der Assistent ist rund um die Uhr in mehreren Sprachen verfügbar. Der neue Allplan Model Viewer ermöglicht als kostenloses Tool eine browserbasierte IFC-Visualisierung für alle Projektbeteiligten. Ein verbesserter XRef-Manager soll für eine einheitliche Übersicht und vereinfachte Datenverwaltung sorgen.
Für die Gebäudeplanung biete Allplan 2026 Verbesserungen bei der Planung von Freiformtreppen. Das erweiterte Tool zum Management mehrschichtiger Decken soll die Modellierung komplexer Baugruppen wie Fundament- und Geländeschichten erleichtern. In der Infrastrukturplanung führt die Software einen parametrischen Ansatz für die Tunnelmodellierung ein, der Trassenführung, Querschnittsdefinitionen, Bau und Instandhaltung integriert. Die erweiterte Ebenenverwaltung und ein neues Tool für die Geländemodellierung sollen komplexe Bauprojekte unterstützen. Der Import von SAF-Dateien in BIMPLUS gestaltet sich laut Allplan komfortabler. Anwender können diese direkt einlesen und ein 3D-Analysemodell zur Visualisierung erzeugen. Die Modelle lassen sich an den BIM-Connector aus dem Hause Frilo übergeben.
Neue Funktionen der statischen 3D-Analyse umfassen Werkzeuge für mobile Lasten und die Analyse von Fußgängerbelastungen. Die zusammengeführten Module für komponentenbasierte Analyse und Bemessung beinhalten ein erweitertes Fundamentmodul. Für die Bewehrungsplanung bietet die Version 2026 eine verbesserte Automatisierung der Stützenbewehrungsplanung. Der automatisierte Arbeitsablauf für die Bewehrung von Wänden wurde überarbeitet. Die Software ermöglicht nach Herstellerangaben eine verbesserte Präzision bei der Bewehrungsdetaillierung für komplexe kreisförmige und spiralförmige Strukturen.
Durch die Zusammenführung von Entwurf und Fertigung in einem Arbeitsablauf sollen Fertigteilhersteller von konsistenten Ergebnissen bei reduziertem manuellem Aufwand profitieren. Die regelbasierte Bemaßung automatisiert laut Allplan die Erstellung produktionsreifer Zeichnungen. Für Stahlkonstrukteure enthält die Stahlbaulösung neue Funktionen zur Erstellung benutzerdefinierter Profile und zusätzliche Intelligenz für benutzerdefinierte Verbindungen. Die Unterstützung neuer Materialtypen erweitert die Möglichkeiten für Entwurf und Detailplanung. Verbesserungen im Bereich Fundamentarbeiten sollen die Verwaltung komplexer Baumodelle vereinfachen und eine zuverlässige Datenübergabe an die Bauteams gewährleisten.