Berlin (ABZ). – Auf dem Areal eines ehemaligen Freizeitbades in Berlin-Neukölln entsteht das Wohnquartier "Greenpark" mit 15 Gebäuden und 860 Wohnungen. Für die thermische Trennung der vertikalen Wärmebrücken kommen Produkte von Schöck zum Einsatz, wie der Hersteller mitteilt.
Das Projekt wird in serieller Bauweise vom Baudienstleister Goldbeck errichtet. Baustart war im April 2024, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2026 geplant. Zur thermischen Trennung der Attiken wurde der Schöck Isokorb CXT Typ A eingesetzt. Laut Schöck bietet das Wärmedämmelement mit einer Dämmkörperdicke von 120 mm eine energieeffiziente Alternative zur herkömmlichen Flankendämmung. Ein Vorteil für die serielle Bauweise ist der einfache Einbau, sagt das Unternehmen.
Der Isokorb CXT Typ A sei der erste stahlfreie Isokorb mit bauaufsichtlicher Zulassung. Seine Stäbe aus dem Glasfaserverbundwerkstoff Combar nehmen die Zugkräfte auf, während Betonlager die Druck- und Querkräfte übertragen. Das Element kann nahezu kollisionsfrei in die Deckenbewehrung geführt werden und erfordert keine gesonderte bauseitige Bewehrung.
Um den Bauablauf weiter zu optimieren, entwickelte Schöck in Zusammenarbeit mit dem Fertigteilwerk thomas allton GmbH eine Sonderlösung: Der Isokorb CXT Typ A wurde bereits im Werk in die Stahlbetonbrüstungen eingebaut, die dann als Vollfertigteil zur Baustelle geliefert wurden. Zum Schutz der herausstehenden Combar-Stäbe wurde das Dämmteil zentrisch durchbohrt, sodass eine Montagestütze durchgeführt und in die Wand einbetoniert werden konnte.
André Brendel, Einbaumeister bei Schöck mit jahrelanger praktischer Erfahrung als Hochbaupolier, hat die Verarbeiter auf der Baustelle eingewiesen. "Da Schöck Isokorb CXT Typ A nur gerade Stäbe hat, ist die Montage sehr einfach zu handhaben und erfordert nur wenig Kontrolle", sagt Brendel. "Einmal erklären reicht aus, damit es klappt." Das neue System erfordert nur wenig Arbeitsschritte, die er kurz aufzählt: "Reinstellen, Lage fixieren, betonieren, Lagesicherung entfernen, fertig".
Zur thermischen Trennung der Kellerräume und Tiefgaragen vom beheizten Wohnraum kam nach Unternehmensangaben Schöck Sconnex Typ W für Stahlbetonwände zum Einsatz. "Wir mussten bei dem Projekt sehr viele Bauteile thermisch trennen", erklärt Lars Handschuh, Planungskoordinator bei Goldbeck und führt aus: "So wird beispielsweise im Sinne des wirtschaftlichen Bauens alles verschlankt und optimiert. Die Dicke der Wärmedämmung im Außenwandbereich betrug nur 14 Zentimeter. Wir brauchten hier eine gute Lösung, um Wärmebrücken zu vermeiden."
Schöck Sconnex Typ W unterbindet den Wärmefluss von den Untergeschosswänden in die Bodenplatte und ermöglicht den Verzicht auf Flankendämmung. Bei Greenpark wurde das Bauteil auf die Wandschalen der Stahlbeton-Elementwände aufgesetzt, bevor diese mit Beton verfüllt wurden. Zur vollständigen thermischen Trennung wurden anschließend Zwischendämmstücke Part Z verlegt.