Meitingen (ABZ). – Mit AluDEK hat Ringer laut eigenen Angaben ein Deckenschalungssystem entwickelt, das auf zahlreichen deutschen Baustellen durch kurze Montagezeiten und hohe Wirtschaftlichkeit überzeugt.
Die Arbeitszeit-Richtwerte des Instituts für Zeitwirtschaft und Betriebsberatung Bau zeigen die Leistung deutlich: Beim schnellsten Grundriss wurden 0,14 h/m² erreicht, im Durchschnitt aller Varianten 0,19 h/m². Damit zählt AluDEK zu den schnellsten Systemen seiner Klasse und bietet dem Hersteller zufolge spürbare Vorteile bei Termindruck und begrenzten Personalressourcen.
Ein wesentlicher Grund für die hohe Schalgeschwindigkeit soll der einfache Systemaufbau sein. AluDEK besteht aus drei Hauptkomponenten – Deckenstütze, AluDEK-Kopf und Schalungselement – und reduziert damit die Anzahl unterschiedlicher Bauteile auf ein Minimum. Die Elemente aus Aluminium wiegen lediglich 16 kg/m² und sollen von einer Person getragen sowie von zwei Personen vom Boden aus montiert werden können.
Das Einhängen der Elemente in die AluDEK-Köpfe und das Hochklappen mit der Montagestange sollen einen ergonomischen, sicheren und besonders effizienten Arbeitsablauf ermöglichen. Für die Praxis besonders relevant sei die hohe Flexibilität des Systems, erklärt Ringer. Neben dem Standardmaß 1,35 x 1,35 m stehen drei weitere Elementgrößen zur Verfügung, sodass sich auch komplexe Geometrien oder eng strukturierte Grundrisse effizient schließen lassen, heißt es weiter.
Passbereiche werden mithilfe kompatibler Ausgleichsschienen und Schalungsplatten ausgeführt oder mit dem neuartigen Eazyboard von Ringer ausgeglichen. Deckenstärken bis 35 cm können ohne Zusatzunterstellung geschalt werden; größere Stärken sind mit zusätzlicher Unterstützung möglich, versichert der Anbieter. Damit eigne sich AluDEK für ein breites Spektrum an Bauprojekten – vom Wohnbau bis zu gewerblichen Objekten und Gebäuden mit wechselnden Deckenhöhen.
Der AluDEK-Kopf mit Schnellabsenkung sorgt für ein kontrolliertes Absenken der Elemente und erleichtert den Ausschalprozess. Die Elemente können rasch entnommen, gereinigt und für den nächsten Abschnitt eingesetzt werden, verspricht der Hersteller. Die geschlossenen Randprofile sollen den Reinigungsaufwand reduzieren und die Bauteile vor Beschädigungen schützen. Dies wirkt sich positiv auf die Lebensdauer und die Einsatzhäufigkeit aus – ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit.
Mit einer Bauhöhe von 10 cm ist AluDEK äußerst kompakt. Dadurch passen bis zu 582 m² Schalungsfläche inklusive Zubehör auf einen Sattelzug.
Dieser geringe Platzbedarf reduziert Transportkosten und ermöglicht eine strukturierte, platzsparende Lagerhaltung. Für Bauunternehmen mit wechselnden Baustellenszenarien soll dies ein deutlicher Vorteil sein, da Materialbewegungen häufig einen recht großen Kostenblock darstellen.
AluDEK wird in Deutschland inzwischen in zahlreichen Projekten eingesetzt – vom Wohnbau über Gewerbe-immobilien bis zu komplexen Strukturgrundrissen. Die Rückmeldungen der Kunden aus der Baupraxis betonen die hohe Montagegeschwindigkeit, die geringe Fehleranfälligkeit durch den einfachen Aufbau sowie die zuverlässige Wiederholbarkeit der Abläufe, heißt es seitens des Herstellers.
Mittels der intelligent abgestimmten Elementgrößen sowie der ausgereiften Ausgleichsmöglichkeiten hätten auch komplexe Grundrisssituationen ohne Systemwechsel umgesetzt werden können.
Obwohl AluDEK als eigenständiges Handschalungssystem konzipiert ist, lässt es sich vollständig mit dem Deckentisch DEKplus kombinieren. Dadurch sollen großflächige Bereiche mit dem Kran geschalt werden können, während Rand- und Passbereiche effizient mit AluDEK ergänzt werden. Die einheitliche Systemgeometrie verhindere Schnittstellenprobleme und ermögliche durchgängige Abläufe, besonders bei größeren Decken-flächen oder Projekten mit erweiterter Deckenhöhe.