Tux/Österreich (ABZ). – Ein MobilHybrid MH24 versorgt auf 2600 m Seehöhe eine Baustelle der Wildbach- und Lawinenverbauung in der Region Hintertuxer Gletscher mit Strom. Das Hybrid-Stromaggregat arbeitet zusammen mit einer mobilen Photovoltaik-Anlage und soll laut Hersteller den Dieselverbrauch um über 90 % reduzieren.
Die Hintertux-Lawine stellt seit Jahrzehnten eine Bedrohung für den Siedlungsraum dar. Bereits 1988 begann die Planung erster Schutzmaßnahmen. Zwei Lawinenabgänge im Jahr 1999 bestätigten, dass dringender Handlungsbedarf bestand.
Heute schützt ein Projekt mit einem Volumen von über 13 Millionen Euro Bewohner, Betriebe und Infrastruktur im hochalpinen Raum.
In der Roten Gefahrenzone des Gefahrenzonenplanes der Gemeinde Tux befinden sich mehrere Hotels und rund 600 m der einzigen Zufahrtsstraße zum Gletscher. Im Fall einer Lawinensperre sind bis zu 5000 Personen potenziell von der Außenwelt abgeschnitten. Die Bauarbeiten dienen dem langfristigen Schutz dieser sensiblen Region.
Der Transport des MobilHybrid und der PV-Module erfolgte per Helikopter. Einmal vor Ort installiert, liefert das Aggregat emissionsarmen, geräuscharmen Strom für sämtliche Baugeräte. Dank intelligenter Speichertechnik und PV-Unterstützung konnte der Dieselverbrauch um über 90 % reduziert werden – ein wichtiger Faktor in dieser schwer zugänglichen Lage. Die Hybridlösung soll extremen Witterungen trotzen und dabei Umwelt und Budget schonen.
Das Projekt wird von der Gebietsbauleitung Mittleres Inntal geleitet. Der österreichische Vertriebspartner Laurer Baumaschinen unterstützte den Einsatz mit seiner Erfahrung und seinem Verständnis für die örtlichen Herausforderungen.