Berlin (ABZ). – Bei einem Neubauprojekt in der Berliner Adalbertstraße haben Baumhauer Architekten Euromodul-Klinker von Gima eingesetzt.
Die großformatigen Ziegel mit profilierten Oberflächen prägen das Erdgeschoss der beiden Gebäude, die eine Doppel-Baulücke am Kottbusser Tor schließen. Mit dem Euromodul-Klinker lassen sich dem Hersteller zufolge klare Flächen mit reduzierten Fugenbildern realisieren. Das großformatige Raster erreicht Abmessungen bis 490 x 240 mm und soll Fassaden von ruhiger, kraftvoller Präsence ermöglichen. Farbe, Oberfläche und Format können nach Herstellerangaben individuell angepasst werden.
Profilierte Oberflächen für haptische Tiefe
Bei dem Berliner Projekt kommt der Euromodul-Klinker mit profilierter Oberfläche zum Einsatz. Durch die präzise Fertigung und Verarbeitung der großformatigen Module tritt das Fugenbild zurück und erzeugt eine ruhige Sockelzone. Die strukturierte Oberfläche vermittelt haptische Tiefe und reagiert auf wechselndes Licht.
"Der Euromodul-Klinker von Gima übersetzt die raue Oberfläche des Sichtbetons in eine fein differenzierte Ziegelsprache", erklärt Architekt Philipp Baumhauer. "Gerade im Erdgeschoss entsteht dadurch ein starker Dialog zwischen Materialität und Kontext. Beeindruckend ist die Präzision im Detail – die profilierten Oberflächen verleihen der Fassade eine besondere Tiefe."
Jedes Detail wird projektspezifisch entwickelt
Das Gestaltungspotenzial liegt nach Angaben von Gima in der Vielfalt der Oberflächen: von profilierten Strukturen bis hin zu schuppenartigen Reliefs. Jede Oberfläche wird projektspezifisch und im Dialog mit den Architekturbüros entwickelt.
Bei der Farbgebung sind laut Hersteller alle Farben möglich – von traditionellen Sand- und Ziegeltönen bis hin zu changierenden Salz- und Kohlebrandglasuren. In der Adalbertstraße wurde das Rot und Grau der Euromodul-Klinker auf den eingefärbten Sichtbeton abgestimmt. Die Großformate orientieren sich am europäischen Deziraster (90 mm + 10 mm Fuge = 100 mm). Neben dem klassischen Euromodul (490 x 240 mm) lassen sich im Gima-Werk beispielsweise auch Formate bis 600 x 600 mm und entsprechende Zwischengrößen realisieren.
Millimetergenaue Kalibrierung
Alle Klinker können mit Sägetechnik millimetergenau kalibriert werden, sodass die Fugenstärke auf etwa 5ymm minimiert werden kann. Darüber hinaus produziert Gima im Modulsteinformat spezielle Formsteine für Fertigteile. Das werkseitig produzierte Schwalbenschwanzprofil an der Steinrückseite soll einen guten Verbund zwischen Klinker und Beton gewährleisten. Als Material aus gebranntem Ton ist Klinker nach Herstellerangaben farbecht, robust und wartungsfrei. Er gewinnt im Laufe der Zeit durch natürliche Patinierung an Ausdruck und erfüllt bauphysikalische Anforderungen wie Frostsicherheit. Als Naturprodukt ermöglicht er sortenreinen Rückbau und kann mit steigenden Anteilen an Recyclingmaterialien hergestellt werden.