Kiel (dpa). – Die Planungen für die Fehmarnbelt-Querung müssen wegen geschützter Riffe im Trassenverlauf nachgebessert werden. Das Kieler Verkehrsministerium bestätigte einen Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Danach fehlen im Bauantrag der staatlichen dänischen Projektfirma Femern AS die Riffe, so dass deren Schutz nicht in der Baugenehmigung des Landes Schleswig-Holstein für den deutschen Tunnelabschnitt berücksichtigt wurde. Der schleswig-holsteinische Verkehrsstaatssekretär Thilo Rohlfs sprach gegenüber der NOZ von einem "Fehler", den man aber "im Rahmen eines ergänzenden Verfahrens heilen kann". Riffe an der Tunneltrasse hatte bereits im vergangenen September der Naturschutzbund NABU vor Puttgarden entdeckt. Inzwischen haben Untersuchungen des Kieler Umweltministeriums laut NOZ die Funde des NABU bestätigt und sogar klare Hinweise auf noch weitere, bisher unbekannte Riffflächen an der Trasse gegeben. Daher fordere das Land Schleswig-Holstein nun von den Dänen Nachbesserungen am Bauantrag. Das auf 7 Milliarden Euro taxierte Projekt könnte sich damit verzögern.
dpa
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