Metzingen (ABZ). – Mit der neuen Feuerwache in Metzingen realisierten die Architekten des Büros dasch zürn + partner ein Gebäude, das sprichwörtlich wie aus einem Guss erscheint. Der in den Außenwänden eingesetzte Leichtbeton übernimmt laut Hersteller die erforderliche Wärmedämmung und ist darüber hinaus mit einem Zement CEM III von Heidelberg Materials produziert, der im Vergleich zu durchschnittlichem Zement einen deutlich verringerten CO2-Fußabdruck aufweist.
"Wir wollten ein Gebäude schaffen, dessen Erscheinungsbild dem entspricht, was eine Feuerwehr verkörpert: beispielsweise Robustheit, Sicherheit, Verlässlichkeit, handwerkliches Können", sagt Architekt Helmut Dasch, dessen Büro dasch zürn + partner einen Architektenwettbewerb für sich entscheiden konnte.
Beton erwies sich dabei als Material der Wahl – nicht zuletzt, weil es langlebig ist und zudem große Gestaltungsspielräume eröffnet. Letzteres kommt laut Heidelberg Materials vor allem in den monolithischen, fugenlosen 60 cm starken Stahlbeton-Außenwänden zum Ausdruck, die den Fassaden mit tief eingeschnittenen Fensteröffnungen eine wohltuende Plastizität verleihen. Zugleich soll damit der erforderliche Wärmeschutz erfüllt sein.
Dies gelinge durch den Einsatz von Leichtbeton, der mittels der leichten Gesteinskörnung aus Blähton und Leichtsand als Zuschläge über eine geringe Wärmeleitfähigkeit (λ ≤ 0,45 W/mK) verfügt. Der dort verwendete Beton der Festigkeitsklasse LC12/13 gelte als leichtester, nach DIN EN 1992-1-1 genormter Beton. Eine geringere Rohdichte würde eine Zustimmung im Einzelfall erfordern. Hinzu kommt die Robustheit und Langlebigkeit des Betons, der eine lange Nutzungsdauer sicherstellt – eine wesentliche Grundvoraussetzung jedes nachhaltigen Gebäudes, so das Unternehmen.
Dieser Aspekt soll durch den im ganzen Gebäude eingesetzten Hochofenzement CEM lll 42,5 N LH – SR(na) von Heidelberg Materials unterstützt werden, der einen deutlich verringerten CO2-Fußabdruck aufweise. "Der wärmedämmende Leichtbeton ermöglicht nicht nur innen und außen sichtbare Betonoberflächen, sondern auch einen monolithischen Wandaufbau", erläutert Helmut Dasch.
Alle Betonoberflächen in der Metzinger Feuerwache entsprechen grundsätzlich der Sichtbetonklasse SB 2, wobei es den Architekten laut eigenen Angaben wichtig war, sie von ihrer handwerklichen Herstellung erzählen zu lassen. So mussten hervorstehende Grate und Versätze ebenso wenig kategorisch beseitigt werden wie leichte Farbunterschiede, die auf die einzelnen 6 bis 10 m langen Betonierabschnitte hinweisen. Die Außenwände wurden in ganzer Höhe (6 m) mit Schlauch-kübeln betoniert, da sich Leichtbeton dem Unternehmen zufolge aufgrund seiner zähflüssigen Konsistenz nicht mit Pumpen einbringen lässt.
Die Abschnitte waren versetzt angeordnet, sodass an mehreren Stellen gleichzeitig gearbeitet wurde. So führten die durch das Wetter, die Außentemperaturen und die marginal abweichenden Betonzusammensetzungen bedingten Farbunterschiede am Ende zu gleichmäßig unregelmäßigen Oberflächen. Um sowohl die Betonzusammensetzung und das Betonieren vor Ort als auch die Gestaltung der Oberflächen optimieren zu können, wurde eine mehrere Meter lange Musterwand errichtet.