München (ABZ). – Im Münchener Stadtbezirk Milbertshofen-Am Hart hat das Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck fünf Wohngebäude in systematisierter Bauweise realisiert. Das Konzept, das den Baubeteiligten zufolge bezahlbaren Wohnraum in hoher städtebaulicher Qualität mit einer erfolgreichen Nachverdichtung verbindet, fand nicht nur bei den Mietern Anklang, sondern auch beim Callwey-Verlag: Er nahm das Projekt in seinen Band "Wohnbauten des Jahres 2023" auf.
Der Münchener Stadtteil Milbertshofen-Am Hart ist geprägt von Wohnblocks aus den Jahren 1939 bis 1945 und Nachkriegsbauten einfachster Bauweise. Die Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG liegen in zwei- bis dreigeschossigen Gebäuden, sind klein und stark sanierungsbedürftig. Angesichts der angespannten Wohnraumsituation in der bayerischen Hauptstadt will die GWG hier laut eigener Aussage auf gleicher Fläche mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen.
Satteldächer aus Nadelholz
Wichtig dabei: die Kombination städtebaulich-architektonischer Qualität mit gutem Wohnkomfort. In Kooperation mit der Grassinger Emrich Architekten GmbH erarbeitet Goldbeck ein Konzept zur Nachverdichtung. Heute ist die Herausforderung, eine angemessene Verdichtung vorzunehmen und gleichzeitig die gewachsenen Stadtviertel-Strukturen zu erhalten, erfolgreich gemeistert, wie das Unternehmen betont. Die neue Architektur der fünf Wohngebäude füge sich harmonisch in ihr Umfeld ein: Satteldächer aus Nadelholz und eine farblich abgesetzte Besenstrichputzfassade in den oberen beiden Geschossen. Jede Wohnung hat einen Balkon oder eine Terrasse. Die Balkone bieten mit seitlichen Harfen aus Aluminium ein charakteristisches architektonisches Element und schaffen gleichzeitig Privatheit. Alle Wohnungen sind barrierefrei, haben Eichenparkett und Fußbodenheizung. Das Projekt umfasst fünf fünfgeschossige Häuser mit insgesamt 11.000 m² Wohnraum und eine Tiefgarage mit 139 Stellplätzen. Gemeinschaftlich nutzbare Grünflächen ersetzen die zuvor vorhandenen Kleingärten und schaffen Lebensqualität für die Mieter.
Günstiger Wohnraum in guter Qualität
Die Wohnsituation im Stadtteil wurde durch den Rückbau und die Verdichtung der Bebauung entscheidend verbessert. Richard Greß, Leiter der Goldbeck-Niederlassung Büro- und Wohngebäude München, erläutert die baulichen Hintergründe: "Unser Konzept entspricht dem Modellprojekt 'Minimalprojekt' der Stadt München. Die Gebäude 'hinterfragen' technische und strukturelle Standards, Richtlinien und Vorschriften mit dem Ziel, möglichst günstigen Wohnraum in guter Qualität herzustellen."
Die systematisierte Goldbeck-Bauweise mit industriell vorgefertigten Bauelementen und Modulbädern brachte dabei deutliche Vorteile mit: "Sie ermöglichte nicht nur die wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Realisierung dieses Konzepts, sondern erfüllte auch die ökologischen Kriterien der Landeshauptstadt."