Holzgünz (ABZ). – Die Joma Dämmstoffwerk GmbH hat für ein zweigeschossiges Einfamilienhaus im Allgäu eine umfassende Dämmlösung geliefert. In dem 390 m2 großen Neubau in Passivbauweise kam die AirPor-Dämmung in grau und 240 mm Ausführung an vier verschiedenen Stellen zum Einsatz.
Die innovative Dämmung wurde als Duo-Platte für die Fassadendämmung, als Zwischensparrendämmung am Dach sowie als Perimeterdämmung eingesetzt. Zusätzlich lieferte das Unternehmen maßgeschneiderte AirPor-Jalousie- und Raffstorekästen, so dass sämtliche Zip-Screens und Raffstores für die Verschattung ohne Dämmstärkenverlust unsichtbar in die Fassade integriert werden konnten.
„Bei diesem anspruchsvollen Projekt haben wir wirklich zeigen können, was in uns steckt“, erklärt Matthias Mang, geschäftsführender Gesellschafter der Joma Dämmstoffwerk GmbH. Die Bauherrenfamilie hatte sich riesige Glasflächen gewünscht, die über zwei Geschossebenen reichen, um möglichst viel Sonnenlicht in den Wintergarten zu lassen.
„Die Verschattung dieser großen Elemente war natürlich eine Herausforderung. Wir mussten bei den Jalousiekästen eine Sonderlösung finden, um die 5,5 Meter langen Zip-Screens für die Verschattung aufnehmen zu können“, so Mang. Das ging nur mit einem vergrößerten Innenraum in den Jalousiekästen. Um den Dämmstärkenverlust auszugleichen, wurden zusätzlich Vakuumpaneele in der Wärmeleitstufe WLS 0,007 installiert.
Alle Jalousiekästen lieferte Joma maßgefertigt auf die Baustelle an, so dass die Montageteams die einzelnen Elemente ohne eigene Zuschnittsarbeiten und Zeitverlust direkt einbauen konnten. Dass sowohl die Fassadendämmung als auch die Verschattungslösungen in der gleichen Dämmstärke von 240 mm ausgeführt waren, erleichterte die Installation.
„Insgesamt konnten wir so eine vollintegrierte Dämm- und Verschattungslösung ohne Wärmebrücken liefern“, freut sich Stefan Miller, Vertriebsleiter von Joma.
Die High-End-Dämmung mit der minimalen Wärmeleitstufe WLS 032 kam auch als Perimeterdämmung zum Einsatz, um die erdberührten Bauteile vor Wärmeverlust zu schützen. Die AirPor-Dämmung von JOMA besteht zu 98 % aus Luft und ist zu 100 % recyclingfähig. Die verwendete Variante in grau ist schadstoffgeprüft und wird vom Sentinel Holding Institut (SHI) empfohlen.
Bei der Dachdämmung wurden die AirPor-Platten als Zwischensparrendämmung eingesetzt. „Bei der Zwischensparrendämmung haben wir eine völlig neue Zuschnittgeometrie gewählt, so dass sich die AirPor-Platten für den leichteren Einbau etwas zusammenpressen lassen“, erklärt Miller. Die Dachkonstruktion mit integrierter Joma-Dämmung wurde teilweise vorgefertigt auf die Baustelle geliefert.
Für ein Plus an Wohnkomfort sorgt im Innern des Neubaus die integrierte Akustikdämmung von Joma. „Durch die offenen, hohen Räume war der Schallschutz ebenfalls eine große Herausforderung“, so Miller. Mit der Dämmlösung, die Holzwolle und Zement kombiniert, wurde die gewünschte Schallabsorption sichergestellt.
Der Swimmingpool im Garten ist mit der schüttbaren Wärmedämmung Thermobound der EPS Leichtbeton GmbH hinterfüllt, um Wärmeverluste zu vermeiden. Die EPS Leichtbeton GmbH ist Teil der Joma-Gruppe.
Das massive Vollziegelhaus verfügt dank der AirPor-Dämmung über einen wärmebrückenfreien Vollwärmeschutz mit vollintegrierter Verschattung. Geheizt wird das Passivhaus über eine Luft-Wärmepumpe, die unter anderem über eine 20-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage mit 10 Kilowatt-Speicher gespeist wird.