Coesfeld (ABZ). – In diesem Jahr kamen mit dem Häckseltransportwagen "Radium" und dem neuen Dreiseitenkipper "FlexBody" gleich zwei neue Modelle ins Produktportfolio, berichtet der Hersteller Krampe aus Coesfeld.
Und erst kürzlich wurden die Test- und Prototypenfahrzeuge präsentiert. Die Nullserie geht nun während der Ernte in den Einsatz. Etwas später, nach der Vorstellung auf der Agritechnica im November, sollen beide Fahrzeuge in Serie produziert werden, so Krampe.
Um die Produktion auf den Zuwachs vorzubereiten, laufen die Bauarbeiten auf dem Werksgelände in Coesfeld auf Hochtouren. Eine alte Halle wurde Anfang April abgerissen und die vorbereitenden Arbeiten für die Neubauten sollen dann gestartet sein. In den folgenden rund 12 Monaten soll dann im nördlichen Bereich des Werksgeländes ein großer Neubau entstehen.
Insgesamt werden hierfür 7600 m² zusätzliche Hallenfläche geschaffen – ein bedeutender Schritt in Richtung weiteren Wachstums. Hier sollen die neuen Fahrzeugtypen künftig produziert werden. Die große Fertigungstiefe und den hohen Grad der Automatisierung will man auch in den neuen Hallen beibehalten. Ein neues Blechzentrum mit vollautomatisiertem Laser, eine Laserschweißanlage und weitere konventionelle Schweißroboter sollen dort angesiedelt werden.
Angrenzend an eine bestehende Produktionshalle werden drei neue Hallenschiffe gebaut. Der erste Bereich bietet Platz für einen weiteren Laser und die Blechvorfertigung. Im zweiten und dritten Hallenschiff ist die Schweißerei vorgesehen. Auch Komponenten werden in diesen beiden Hallen vorgefertigt und anschließend für die Lackierung vorbereitet.
Quer zu den drei Hallenschiffen ist auf der Ostseite ein weiteres Gebäude als Logistikachse und als Fläche für die Strahlanlage geplant. Mit einer Beheizung über die Fernwärme einer Biogasanlage, einer Klimatisierung im Sommer und einer großzügigen PV-Anlage zum Eigenverbrauch erfüllen die Gebäude modernste Nachhaltigkeits-Standards.
Der Neubau soll zu März 2026 fertiggestellt sein. Anschließend müssen noch Maschinen und Anlagen aufgebaut und in Betrieb genommen werden. Ab Juni 2026 startet dann voraussichtlich die Produktion. Bis dahin werden die Dreiseitenkipper und die Häckseltransportwagen in anderen Werkshallen mitproduziert.
Nach eigenen Angaben wurden zusätzlich die Hallen am alten Firmensitz in Coesfeld-Lette reaktiviert. An diesem Standort, circa 5,5 km vom Hauptstandort entfernt, sollen dann die "FlexBody"-Dreiseitenkipper sowie Teile der "Carrier"-Serie endmontiert werden.
Die Montage der komplexeren "Radium"-Häckseltransportwagen bleibt am Hauptstandort, um von kurzen Wegen und schnellen Optimierungen in regelmäßigen Meetings zu profitieren.
Neben dem Bau der neuen Hallen und der Beschaffung des dazugehörigen Maschinenparks sucht Krampe aktuell verstärkt nach qualifiziertem Personal, das die entsprechenden Maschinen bedient und die neuen Anhänger fertigt. Das Ziel der Unternehmensführung lautet, bis zum Ende des Jahres 40 bis 50 neue Mitarbeitende zu finden.