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Bis 2026 soll ein hochmodernes ICE-Instandhaltungswerk entstehen

In Cottbus entsteht bis 2026 ein großes ICE-Instandhaltungswerk. Zeppelin Rental unterstützt bei der Einrichtung der Großbaustelle mit Maschinen, Geräten und Speziallösungen.

Von ABZ
Großes Portfolio an Mietmaschinen im Einsatz
Durch eine umfassende Erweiterung in Cottbus wird das DB-Instandhaltungswerk zum "Neuen Werk Cottbus" transformiert. Die zweigleisige Halle 2 wurde bereits fertiggestellt und in Betrieb genommen, während die größere Halle 1 mit vier Gleisen sowie angeschlossenen Werkstätten und Lagern derzeit im Bau ist. Ab 2026 sollen dort die neuesten ICE-4-Züge gewartet werden. Zeppelin Rental unterstützt das Projekt bei der Einrichtung der Großbaustelle mit Maschinen, Geräten und Speziallösungen. So ließ Mitarbeiter Denny Brandt für die Kampfmittelsondierung kurzerhand zwei Bagger mit Panzerglas ausrüsten. | Foto: action press/Johannes Krey

Cottbus (ABZ). – In Cottbus entsteht bis 2026 ein sehr großes und hochmodernes ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn. Anfang 2024 wurde die erste, zweigleisige Halle des neuen Werks eröffnet. Die zweite, viergleisige Instandhaltungshalle mit mehr als 500 m Länge befindet sich derzeit noch im Bau. Dies gab Zeppelin Rental nun bekannt.

Die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist für 2026 fest geplant. Der Dienstleister Zeppelin Rental unterstützt dabei die aufwendigen Arbeiten nach eigenen Aussagen auf dem Großprojekt mit zahlreichen Mietmaschinen und -geräten.

"Das ist eines der beeindruckendsten Projekte, bei denen ich bisher mitwirken durfte", beschreibt Denny Brandt, Vertriebsrepräsentant von Zeppelin Rental, den Bau der zweiten Halle. "Allein die Dimensionen der Halle sprechen für sich: Sie ist 526 Meter lang, 200 Meter breit und 22 Meter hoch. Es wird entsprechend an vielen Stellen gleichzeitig gearbeitet. Damit alle Teams hierbei immer das richtige Gerät zur Hand haben, sind wir rund um die Uhr für sie da."

Für den Neubau der viergleisigen Halle mussten insgesamt 115.000 m³ Erde ausgehoben und bewegt werden, um die Baugruben für die großen Fundamente sowie die Schächte für die umfangreiche Infrastruktur des Instandhaltungswerks zu schaffen, heißt es vom Unternehmen.

Für diese Arbeiten stellte Zeppelin Rental nach eigener Aussage extra Radlader sowie Bagger unterschiedlicher Größen zur Verfügung – vom wendigen Cat-Minibagger vom Typ 310 NG bis zum 36,7 t schweren Cat-Kettenbagger 336 NG. Im Anschluss an die Aushubarbeiten wurde der Untergrund mit einer Walze fachmännisch verdichtet, bevor mit der Errichtung der neuen Halle begonnen werden konnte.

Engpässe und Verzögerungen werden vermieden

Sollte nun in der aktuellen Bauphase, der Installation der Dach- und Fassadenelemente, kurzfristig zusätzlicher Bedarf an Scheren- oder Teleskopbühnen bestehen, genügt ein Anruf bei Brandt – und die benötigten Geräte stehen umgehend auf der Baustelle bereit, heißt es aus dem Hause Zeppelin.

"Das ist der Service, den wir bieten. Wenn von jetzt auf gleich bestimmtes Equipment gebraucht wird, schaffen wir es auf die Baustelle, sodass es nirgendwo zu Engpässen oder Verzögerungen kommt", fasst Brandt die Leistung von Zeppelin Rental bei diesem Projekt zusammen. Ein weiterer wichtiger Faktor auf einer weitläufigen Baustelle wie dieser ist laut Zeppelin Rental die Mobilität. Damit Bauteile, Werkzeuge, Materialien und nicht zuletzt die ausführenden Bautrupps zügig an ihren Bestimmungsort gelangen, kann eines der Pritschenfahrzeuge genutzt werden. Für kürzere Strecken oder schwer zugängliche Bereiche kommen die wendigen Polaris Ranger zum Einsatz.

Um die recht unterschiedlichen Bereiche der Großbaustelle ganz unabhängig von festen Stromquellen mit ausreichend Energie zu versorgen, sollen Dieselstromerzeuger mit einer Leistung von 60 und 80 kVA vor Ort eingesetzt werden. Sie gewährleisten, dass Maschinen, Werkzeuge und technische Anlagen jederzeit zuverlässig betrieben werden können.

Besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden seien die mobilen Flutlichtanlagen unverzichtbar, um die Arbeitsbereiche optimal auszuleuchten und eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten.

Denny Brandt: "Was diese Baustelle für mich besonders macht? Hier wird ein schöner Querschnitt unseres umfangreichen Vermietportfolios eingesetzt – Maschinen, Geräte, Infrastruktur, alles ist dabei - aber nicht nur in der Standardausführung, sondern auch als Speziallösung.

So haben wir zum Start dieses größeren Projekts zum Beispiel zwei unserer Bagger mit Panzerschutzscheiben ausgestattet, damit sie für die Kampfmittelsondierung des Areals eingesetzt werden konnten. Unsere Kollegen aus der Mietstation Cottbus haben hier ganze Arbeit geleistet und die Maschinen in nur einem Tag umgebaut."

Sozial- und Bürogebäude wird an die Halle angegliedert

Der symbolische Spatenstich für die viergleisige Halle erfolgte bereits im März 2024. Die Fertigstellung der kompletten Arbeiten ist dann für das kommende Jahr vorgesehen.

Sie soll dann drei Instandhaltungsgleise und ein Inbetriebsetzungsgleis, außerdem ein Lackiergleis, Komponenten-Werkstätten, Einzelarbeitsstände sowie ein Materiallager beinhalten. Auch ein Sozial- und Bürogebäude soll dann an die Halle angegliedert sein. Bei der kommenden Inbetriebnahme in rund zwei Jahren sollen in der dann neu gebauten Halle die Kapazitäten für die schwere Instandhaltung der gesamten ICE-4-Zugflotte, auch mit Blick auf weitere zukünftige Modellreihen, dann verdreifacht sein.

Die Experten der Firma Zeppelin Rental sind auf der bauma in München am Stand FM.709/1 anzutreffen.

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