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Denkmalgeschütztes Schalenhaus dauerhaft abgedichtet

Von ABZ
Haus Balz
Visionäres Bauwerk seiner Zeit: Das Schalenhaus von Architekt Michael Balz in Leinfelden-Echterdingen ist ein echter Hingucker. Die Spuren der Zeit machten sich dennoch bemerkbar. Witterungseinflüsse, Rissbildungen und poröse Abdichtungen führten zu Feuchtigkeitsschäden an Dachflächen und Brüstungen. | Foto: Triflex

Leinfelden-Echterdingen (ABZ). – Das denkmalgeschützte Haus Balz in Leinfelden-Echterdingen, ein außergewöhnliches Wohnhaus mit geschwungenen Betonkuppeln aus den 1970er-Jahren, wurde mit dem PMMA-basierten Abdichtungssystem Triflex ProTect saniert. Nach mehr als vier Jahrzehnten zeigten sich deutliche Gebrauchsspuren an den organisch geformten Dach- und Brüstungsflächen.

Das 1979/80 erbaute Haus Balz gilt als seltenes Beispiel experimenteller Wohnarchitektur der 1970/80er-Jahre. Architekt Michael Balz entwickelte ein organisch geformtes Gebäude aus dünnen Betonschalen, runden Strukturen und fließenden Innenräumen. Statt rechteckiger Wände und standardisierter Grundrisse entschied er sich für eine futuristische Schalenkonstruktion.

Witterungseinflüsse, Risse und poröse Abdichtungen führten zu Feuchtigkeitsschäden an Dachflächen und Brüstungen. Auf insgesamt rund 160 Quadratmetern mussten die Betongeometrien dauerhaft und nahtlos abgedichtet werden. Eingesetzt wurde das PMMA-basierte Abdichtungssystem Triflex ProTect. Der Mindener Flüssigkunststoffexperte unterstützte die Verarbeitung durch detaillierte Untergrundanalysen und eine enge technische Begleitung.

Komplexe Aufgabenstellung erforderte Teamarbeit

"Dieses Haus ist Teil unserer Familiengeschichte und zugleich ein Stück Architekturgeschichte", sagt der Sohn des Architekten Markus Balz. "Wir möchten es so bewahren, wie es gedacht war: mit Respekt vor der Form, aber mit den technischen Möglichkeiten von heute."

Die Erbengemeinschaft um Markus, Johannes und Angelika Balz entschied sich für eine umfassende Sanierung mit dem Ziel, das Elternhaus zu erhalten und zugleich seinen architektonischen Wert zu sichern. Über die gesamte Dauer der Sanierung hinweg stand das Triflex-Team beratend zur Seite. Gebietsverkaufsleiter Alexander Mauz sowie die Anwendungstechnik begleiteten die Arbeiten vor Ort und klärten technische Fragen.

Während der Planungsphase zeigte sich die besondere Komplexität der Aufgabenstellung. "Mehrere Anbieter lehnten ab: zu komplex, zu aufwendig, zu ungewöhnlich", erinnert sich Markus Balz. Dachdeckermeister Ralf Alber nahm schließlich die Herausforderung an. Er empfahl ein Flüssigkunststoffsystem, das sich flexibel an die ungewöhnlichen Formen anpassen kann.

Sorgfältige Untergrundvorbereitung und Haftzugtests

Bereits im Vorfeld der Sanierung wurden Haftzugtests durchgeführt, um die Tragfähigkeit des Beton-Untergrunds zu überprüfen. Die Flächen wurden anschließend intensiv gereinigt und geschliffen. Für die Grundierung kam Triflex Cryl UniPrimer 285 zum Einsatz, um eine zuverlässige Verbindung zum Abdichtungssystem zu sichern.

Fensteranschlüsse, Sockelzonen und sämtliche Übergänge wurden mit Triflex ProDetail abgedichtet. Die vliesarmierte Lösung eignet sich besonders für geometrisch anspruchsvolle Details und sorgt für eine formschlüssige Abdichtung, die einen vollflächigen, hinterlaufsicheren Verbund zum Untergrund herstellt.

Die Dachflächen erhielten anschließend die vliesarmierte Flüssigabdichtung Triflex ProTect. Das System bildet eine fugenlose, UV-beständige und rissüberbrückende Oberfläche, die sich spannungsfrei in die organisch geformte Dachlandschaft einfügt. Eine erweiterte ETA-Prüfung aus 2024 bescheinigt den Systemen Triflex ProDetail sowie Triflex ProTect eine zu erwartende Lebensdauer von 40 Jahren.

Langfristige Abdichtung für außergewöhnliche Architektur

Mit der Neuabdichtung der Dach- und Brüstungsflächen ist der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Die Kombination aus sorgfältiger Untergrundvorbereitung, handwerklicher Erfahrung und leistungsfähiger PMMA-Technologie sichert nach Herstellerangaben eine langfristige Abdichtung, die sich harmonisch in das architektonische Gesamtbild einfügt.

"Bei einem solchen Objekt kann man keine Bahnenware verlegen", betont Alexander Mauz und ergänzt: "Nur eine flüssig aufgebrachte, vollflächig haftende Abdichtung sichert langfristig den Schutz dieser außergewöhnlichen Architektur. Hier zeigt sich, dass moderne Werkstoffe die Sprache der Architektur fortführen können."

Im kommenden Schritt sollen auch die ikonischen Kuppeln des Gebäudes neu gestrichen werden.

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