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Thyssenkrupp & Co. setzen auf umweltfreundliche Stahlerzeugung

Anders als Konkurrent ArcelorMittal wollen die deutschen Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel, Salzgitter und die Stahl-Holding-Saar (SHS) ihre Projekte zur klimaschonenderen Produktion weiterverfolgen. "Wir halten an unserem Plan fest, die erste Direktreduktionsanlage in Duisburg fertigzustellen", te

Von dpa

Duisburg (dpa). – Anders als Konkurrent ArcelorMittal wollen die deutschen Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel, Salzgitter und die Stahl-Holding-Saar (SHS) ihre Projekte zur klimaschonenderen Produktion weiterverfolgen.

"Wir halten an unserem Plan fest, die erste Direktreduktionsanlage in Duisburg fertigzustellen", teilte ein Sprecher von Thyssenkrupp Steel auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Man bewege sich mit dem Projekt jedoch "an der Grenze der Wirtschaftlichkeit". Salzgitter will seine drei kohlebefeuerten Hochöfen nach und nach durch Anlagen ersetzen, die zunächst mit Erdgas und später mit grünem Wasserstoff laufen.

Daran halte das Unternehmen auch fest, betonte eine Firmensprecherin. "Wir werden unseren eingeschlagenen Weg der Transformation hin zur Produktion von CO2-reduziertem Stahl fortsetzen", teilte auch eine SHS-Sprecherin mit. Zu SHS gehören die Stahlunternehmen Dillinger Hüttenwerke und Saarstahl.

Der internationale Konzern ArcelorMittal hatte zuvor bekanntgegeben, in seinen Werken in Bremen und Eisenhüttenstadt nun doch nicht auf eine Stahlproduktion ohne Einsatz von Kohle umstellen zu wollen. Dies wurde mit der fehlenden Wirtschaftlichkeit einer CO2-reduzierten Stahlproduktion begründet. ArcelorMittal verzichtet mit dem Projektausstieg auf 1,3 Milliarden Euro bereits genehmigte Fördermittel.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zog zwei Erkenntnisse aus dieser Entscheidung. "Wir brauchen geringere Energiepreise", sagte die CDU-Politikerin bei einem Besuch in der US-Hauptstadt Washington. Die deutsche Stahlindustrie müsse wieder wettbewerbsfähig werden.

Dafür seien auch Verhandlungen mit China unter anderem über "Dumping von billigem Stahl" nötig. Und: "Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Transformation zu grünem Stahl ein langer und auch teurer Weg ist." Die Gesetze zum Wasserstoff und auch der Einsatz müssten in Deutschland geprüft werden.

Beim größten deutschen Stahlproduzenten Thyssenkrupp Steel hat der Bau der neuen Anlage bereits begonnen. Das Unternehmen soll insgesamt rund 2 Milliarden Euro Fördergelder vom Bund und vom Land NRW dafür erhalten. Die Anlage zur klimaschonenderen Stahlproduktion soll bis 2030 zwei Hochöfen ersetzen. Sie soll zunächst mit Erdgas, später dann mit Wasserstoff betrieben werden.

Eine Sprecherin der Salzgitter AG sagte, die Umsetzung der ersten Stufe des Umbaus sei "bereits sehr weit fortgeschritten und wird wie geplant weiter vorangetrieben". Beim drittgrößten deutschen Stahlkonzern läuft der Umbau seit Ende 2023. Die erste Anlage soll 2027 in Betrieb gehen. Salzgitter investiert mehr als zwei Milliarden Euro.

dpa

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