München (dpa). - Inflation und Zinserhöhungen belasten den Wohnungsbau auch in Bayern. Nach dem Beginn des Sinkflugs im vergangenen Jahr „geht es aktuell weiter rapide nach unten”, sagte der Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, Stephan Kippes. Laut Immobilienverband Deutschland Süd (IVD Süd) wurden in Bayern von Januar bis Ende April ein Drittel weniger Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang für Wohnbauten sei im ersten Quartal bayernweit um 22 Prozent gefallen.
„Der Wohnungsbau gerät zunehmend ins Schleudern”, sagte Kippes. Viele Projekte seien verschoben oder gestoppt worden. „Die Kostensteigerungen bei den Baupreisen und somit die schwer kalkulierbaren Projektkosten bei gleichzeitiger Zurückhaltung der Kaufinteressenten hemmen die Tätigkeit der Bauträger und somit den Neubau enorm.” Die Stadt München bremse den Neubau sowohl frei finanzierter als auch geförderter Wohnungen mit ihrer Vorschrift für sozialgerechte Bodennutzung zusätzlich.
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