Hildrizhausen (ABZ) | Beim Bau eines Zweifamilienhauses in Hildrizhausen standen nach Herstellerangaben ein schneller Baufortschritt, hoher Wohnkomfort sowie langfristiger Werterhalt im Fokus. Das dreigeschossige Gebäude mit gut 300 m² Wohnfläche wurde von der Kastell GmbH in Veringenstadt geplant und errichtet. Für die Gebäudehülle kamen vorgefertigte Liapor-Energiesparwände in Modulbauweise zum Einsatz.
Nach Herstellerangaben handelt es sich dabei um ein hochwärmedämmendes Verbundwandsystem mit einem U-Wert von 0,196 W/m²K. Die Konstruktion besteht aus einer 20 cm starken diffusionsoffenen Dämmschicht auf der Außenseite sowie einer 20 cm starken Schicht aus zementgebundenen Liapor-Blähtonkugeln auf der Raumseite.
»Liapor-Blähton macht unsere Wandelemente energieeffizient, widerstandsfähig und langlebig, aber auch besonders leicht und druckfest«, betont Bernhard Schmid, Bauleiter bei der Kastell GmbH. »Der Blähton sorgt zudem für eine gute Schalldämmung und gewährleistet durch seine feuchtigkeitsregulierende Wirkung ein angenehmes Wohnraumklima. Nicht zuletzt ist er auch umweltverträglich und recycelbar.«
Bauphysikalische Eigenschaften
Laut Hersteller bestehen die eingesetzten Liapor-Blähtonkugeln aus naturreinem, rund 180 Millionen Jahre altem Lias-Ton. Sie verfügen über eine harte Außenschale und einen luftporigen Kern. Dadurch übernehmen sie wärmedämmende und wärmespeichernde Funktionen, tragen zum Schallschutz bei und sind nicht brennbar. Darüber hinaus weisen die Elemente nach Herstellerangaben einen niedrigen Dampfdiffusionswiderstand auf, sodass Feuchtigkeit aufgenommen und wieder abgegeben werden kann.
Nach Herstellerangaben wurden für das Projekt rund 330 m² Wandelemente eingesetzt. Die Gebäudehülle konnte dadurch innerhalb von rund zwölf Wochen Ende 2025 fertiggestellt werden. Die vorgefertigten Bauteile wurden direkt vom Lkw in das Mörtelbett versetzt und kraftschlüssig ohne Mauerwerksfugen und Wärmebrücken miteinander verbunden.
Bereits im Werk waren Öffnungen für Türen und Fenster sowie Rohre und Schlitze für die Haus- und Elektroinstallation integriert. Die Elemente wurden trocken angeliefert und mussten auf der Baustelle lediglich an den Fugen verspachtelt sowie anschließend malertechnisch weiterbearbeitet werden.
Erfahrungen aus dem Projekt
Nach Angaben des Herstellers entstand auf diese Weise ein Zweifamilienhaus, das wirtschaftlich ausgeführt werden konnte und gleichzeitig ein angenehmes Raumklima bieten soll.
»Die differenzierte Gebäudekubatur sowie die schrägen, eingespannten Betonstützen waren planerisch durchaus herausfordernd“, so das Fazit von Bernhard Schmid. „Mit den Liapor-Wandelementen ließen sich die Wünsche der Bauherrschaft nach schneller Errichtung, hochwertiger Bauweise sowie langfristigem Werterhalt hier dennoch ideal umsetzen.«