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Wo steht die deutsche Wirtschaft aktuell?

Seit 2020 steigen Insolvenzen in Deutschland. 2024 könnte 2023 als Rekordjahr mit 10.477 Pleiten folgen. NRW, Bayern, BaWü sind am stärksten betroffen.

Von ABZ

Lübeck (ABZ). – Viele Meldungen berichten von Insolvenzen und erwecken den Eindruck, 2024 sei an Unternehmensaufgaben kaum zu überbieten. Aber ist dem so?

Der Wirtschaftsinformationsanbieter databyte verfolgt nach eigenen Angaben die Entwicklungen am deutschen Markt, vergleicht die im Handelsregister verzeichneten Insolvenzen der Jahre 2020 bis heute und ordnet ihnen Bundesländer und Branchen zu.

Die ersten drei Quartale 2024 verzeichneten demnach bereits mehr Insolvenzen als die gesamten Jahre 2021 oder 2022:

Bisher verbucht dieses Jahr 8552 Konkurse, 2021 7899 und 2022 870. Voraussichtlich zieht 2024 mindestens gleich mit 2020 und seinen insgesamt 9526 Insolvenzen.

Es bleibt laut Unternehmen abzuwarten, ob 2023 mit 10 477 Firmenpleiten seinen Platz als Rekordjahr dieses Jahrzehnts verteidigt.

Die größten Bundesländer mit den meisten Unternehmen weisen laut Unternehmen verständlicherweise auch die meisten Konkurse auf: Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg verzeichnen in dieser Reihenfolge die meisten Insolvenzen.

Von 2020 bis zum dritten Quartal 2024 verbucht NRW 10628, Bayern 6460 und BaWü 4610 Konkurse, wobei Niedersachsen mit 4039 nahe an das Treppchen heranreicht. Die wenigsten Bankrotte der letzten knapp vier Jahre erfasst das Saarland mit nur 491 Unternehmensaufgaben.

Interessante Entwicklungen durchlief beispielsweise Mecklenburg-Vorpommern, das von 2021 auf 2022 einen Insolvenzanstieg von 78 Prozent hinnehmen musste. Auch das darauffolgende Jahr steigerte seine Konkurszahlen, 2024 jedoch könnten die Insolvenzen wieder sinken. Positiv steht es weiterhin für Bremen.

Aktuell verbucht das Handelsregister hier 45 Prozent weniger Illiquidität im Vergleich zum letzten Gesamtjahr. Ähnlich sieht es auch für das Saarland und Schleswig-Holstein aus mit einem Minus von je 33 Prozent. Auch im Branchenvergleich bestimmt die Größe die Anzahl der Insolvenzen. So beansprucht der Großhandel bei den Insolvenzen die Pole Position. Auf Platz zwei folgen vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe.

Auf Position drei und vier nah beieinander: Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben inklusive Unternehmensberatungen sowie der Einzelhandel.

Die letzten beiden Branchen zählten noch vor zwei Jahren weit unter 1000 Insolvenzen pro Jahr, 2024 sind es bereits 1079 und 1048.

Um frühzeitig auf Veränderungen am Markt reagieren zu können und mit entsprechenden Angeboten zu unterstützen, greifen Unternehmen auf Lösungen zurück, die möglichst aktuell das Marktgeschehen abbilden.

Die Business Engine beispielsweise zeigt sowohl Neugründungen als auch Insolvenzen einzelner Unternehmen, aber auch ganzer Branchen. So bleiben Unternehmenslenker und Beobachter stets informiert.

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