Leonberg (ABZ). – Die Modernisierung von Gesundheitseinrichtungen zählt zu den komplexesten Bauaufgaben. Am Beispiel des Neubaus am Katharinenhospital des Klinikums Stuttgart zeigt Geze, wie Tür-, Fenster- und Automationslösungen die Anforderungen an Hygiene, Sicherheit und Barrierefreiheit erfüllen können.
Wenn es darum geht, ein Krankenhaus zu sanieren, stehen Planer und Betreiber vor vielfältigen Herausforderungen: Einerseits definieren öffentliche Mittel und Wirtschaftlichkeitsvorgaben das Budget, andererseits dürfen medizinische Abläufe und die Patientensicherheit durch die Baumaßnahmen nicht gefährdet werden. Ein kompletter Stillstand ist in der Regel keine Option, weshalb Sanierungen schrittweise im laufenden Betrieb erfolgen müssen.
Das Katharinenhospital des Klinikums Stuttgart begegnet diesen Herausforderungen mit einem etappenweisen Neubau. Als Experte für Gebäudeautomation begleitete Geze diesen Neubau, der auf einer Fläche von rund 40.000 Quadratmetern errichtet wurde.
Der Neubau dient heute als erste Anlaufstelle für Patienten und beherbergt unter anderem radiologische Kliniken, die Innere Medizin, Bettenstationen mit rund 250 Betten sowie eine der größten Endoskopie-Abteilungen Süddeutschlands. Das Herzstück bildet die große interdisziplinäre Intensivstation mit über 60 Betten, die nach Herstellerangaben modernste hygienische Standards erfüllen muss.
Eine besondere Herausforderung für die Architekten bestand darin, dass die Funktionen einiger großer Bereiche erst spät festgelegt wurden, was eine große Flexibilität bei der Planung der Türen erforderte. Geze unterstützte hier nach eigenen Angaben frühzeitig mit lösungsorientierten Systemen.
Um den strengen Anforderungen an Hygiene und Brandschutz an den Übergängen zu Intensivstationen und Reinräumen gerecht zu werden, kamen Schleusenlösungen zum Einsatz. Das Gleitschienentürschließersystem TS 5000 R-ISM verfügt über eine integrierte Schließfolgeregelung, die den Gangflügel in Warteposition hält, bis der Standflügel geschlossen ist. Im Brandfall sorgt die integrierte Rauchschalterzentrale für ein selbstständiges Schließen der Tür.
Ein weiteres Kernelement der Gebäudeplanung war die kontrollierte Zuluft für den Rauch- und Wärmeabzug (RWA). Im Brandfall sichert die Notstromsteuerzentrale MBZ 300 die elektrische Versorgung der Fenster- und Lüftungsantriebe. Türseitig wird das RWA-System durch den Klapphebelantrieb RWA K 600 unterstützt.
Durch die Anbindung an die Gebäudeautomation lassen sich diese RWA-Zuluftsysteme nach Herstellerangaben mit den Brandschutz- und Alarmsystemen des Krankenhauses koppeln. Das sorgt laut Geze für Sicherheit und eine gezielte Rauchabführung.
Darüber hinaus wurde das Klinikum mit barrierefreien und sicheren Zugangs- und Fluchtwegelösungen ausgestattet, die nach DIN 18040 zertifiziert sind. Das Drehtürantriebssystem Powerturn IS/TS bildet in Kombination mit dem RWA K 600 nach Herstellerangaben die Lösung bei hohem Publikumsverkehr.
Ein Ziel bei der Planung moderner Krankenhäuser ist die Vernetzung aller Systeme über eine Gebäudeautomation. Die Integration von automatischen Türen, Fenstern und Klimasystemen ermöglicht es Fachplanern nach Angaben von Geze, Arbeitswege zu optimieren, Betriebskosten zu senken und Hygienestandards etwa durch berührungslose Bedienlösungen umzusetzen.
"Die Zusammenarbeit mit Geze im Bereich Gebäudeautomation sowie Tür- und Fenstertechnik war von Beginn an geprägt von Professionalität und lösungsorientiertem Denken", bestätigt Daniela Feindor, Fachbereichsleitung Neubau Katharinenhospital. "Dank der modernen Systeme können wir unseren Patienten, Besuchern und Mitarbeitenden ein Höchstmaß an Komfort und Sicherheit bieten."