Ralf Hereth, Produktmanager für Baukompressoren, informiert über die Produkte des Coburger Unternehmens und die neuen dieselgetriebenen Modelle der Firma. Mit dem Produktmanager sprach ABZ-Redakteur Martin Steffan.
ABZ: Welche Erwartungen hat Ihr Unternehmen die an die diesjährige bauma?
Hereth: Die bauma ist immer ein gutes Stimmungsbarometer und war in der Vergangenheit auch in schwierigen Zeiten immer ein Boost für den Absatz von Baumaschinen.
ABZ: Mit welchen Produkten, Angeboten oder Diensten wird sich Ihr Unternehmen dort präsentieren?
Hereth: Wir zeigen Baukompressoren vom handziehbaren Modell für einen Kubikmeter bis zum 11 Tonnen schweren Druckluftgiganten für 48 Kubikmeter pro Minute Druckluft. Dabei zeigen wir verschiedene Antriebsformen, diverse Ausrüstungsmöglichkeiten und auch neue Service-Konzepte.
ABZ: Hat sich das Engagement Ihrer Firma auf der bauma in diesem Jahr gegenüber 2022 verändert?
Hereth: Entgegen dem Trend, dass namhafte Unternehmen der größten Baumesse fern bleiben, oder ihre Ausstellungsfläche verkleinern, nutzen wir noch eine weitere Standfläche in der Nachbarschaft zu unseren bisherigen Ständen um die Bandbreite von Kaeser Kompressoren aufzuzeigen und um mit Kunden ins Gespräch zu kommen.
ABZ: Welche sind die Highlights, die Ihr Unternehmen zur bauma vorstellt?
Hereth: Ein Schwerpunkt auf unserem Hauptstand sind elektrisch angetriebene Baukompressoren unserer e-power-Serie. Neben einer neuen frequenzgeregelten Anlage zeigen wir eine batterieelektrische Studie, um damit Diskussionen über Kundenbedarfe für zukünftige Neuentwicklungen anzustoßen.
ABZ: Was sind nach Ihrer Meinung die wichtigsten Trends auf der bauma?
Hereth: Für unseren Bereich ist es besonders wichtig, dass man auf veränderte Anwendungen und somit Produktanforderungen von Baukompressoren reagiert. Unsere Kompressoren der Mobilair-Serie sind dank intelligenter Regelung so flexibel in der Anwendung wie nie und lassen sich zudem noch mit Optionen bedarfsgerecht optimieren.
ABZ: Klimaneutralität, Alternative Antriebskonzepte, Vernetztes Bauen, Nachhaltiges Bauen und Mining Challenge sind die Leitthemen der Messe. Wie stellt sich Kaeser diesbezüglich auf?
Hereth: Selbstverständlich legen wir bei der Produktentwicklung und bei der Produktion an unserem Standort in Coburg großen Wert auf Nachhaltigkeit.
Bei den Produkten zeigen wir auf der bauma neben den elektrischen Baukompressoren auch neue dieselgetriebene Modelle mit sparsamen und abgasarmen Motoren mit Abgasstufe V für die EU beziehungsweise Tier 4 für Nordamerika.
Aber als deutscher Hersteller mit internationalem Vertrieb haben wir auch Exportmärkte wie zum Beispiel Afrika oder Lateinamerika im Blick, wo es keinerlei Abgasgrenzwerte gibt und auch die Elektrifizierung noch nicht fortgeschritten ist.
Auch hier zeigen wir auf der diesjäheigen bauma in München Lösungen mit für deren Verhältnisse abgasarmen IIIA-Motoren, welche mit dem dort üblichen schwefelhaltigen Diesel betrieben werden können.